Wie könnt ihr vermeiden, dass der Spaß am Seriengucken dadurch verdorben wird, dass gespoilert wird? Wie stellen euch Tools und Apps vor, die helfen.

Kennt ihr auch diese Menschen, die ganz hysterisch in eine Konversation eingreifen, indem sie fast kreischen: "Aaaaaaaah! Nicht Spoilern!!!!"? Beim Seriengucken schwappen die Emotionen manchmal über. Verständlich – Spoilern ist auch einfach mies. Man fragt sich, welche rücksichtslosen, selbstdarstellerischen Profilierungsabsichten stecken dahinter? Man möchte solchen Menschen antworten: "Ja, du hast die Folge schon gesehen, du bist ein Held. Aber verdammt noch mal, behalte es doch bitte für dich, Du Arsch!" Manche sind vom Spoilern so genervt, dass sie sich Fernsehsendungen mit festen Urzeiten zurückwünschen – und alle zur selben Zeit das gleiche sehen.

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Spoiler-Schutz für PC und Laptop

Aber, wir können uns auch vor Spoilern schützen. Zumindest online. Dazu gibt es diverse Spoiler-Blocker für Computer und Smartphone. Deutschlandfunk-Nova-Reporter Julian Ignatowitsch kennt sie alle – und empfiehlt die besten.

Browser-Tool: Unspoiler

Julian Ignatowitsch nutzt für seinen Computer zu Hause die Browsererweiterung "Unspoiler". Die lässt sich bei Chrome installieren. Das Programm platziert sich oben rechts in der Leiste und dort können wir dann die Titel von allen Serien eingeben, bei denen wir vor Spoilern geschützt werden wollen. Nehmen wir das Beispiel Game of Thrones: Hier kann das Programm alle Posts bei Google, Facebook, Twitter und so weiter mit diesem Schlagwort herausfiltern. Das funktioniert übrigens auch bei Werbung. Mit "Unspoiler" werden wir direkt, sobald wir auf einer Seite sind, auf mögliche Spoiler hingewiesen, sagt Julian.

"Ganz oben auf der Homepage steht dann mit einem roten Balken: Achtung! Diese Seite enthält Spoiler."
Julian Ignatowitsch über das Spoiler-Filter-Programm "Unspoiler"

Für andere Browser gibt es auch Programme. Beispielsweise "Spoiler Protection" für Firefox. Hier werden im Gegensatz zu Unspoiler aber direkt alle Posts ausgeblendet, in denen etwas über unsere Lieblingsserien steht, sagt Julian Ignatowitsch.

Außerdem gibt es noch das Tool "Social Fixer", das man speziell für Facebook verwenden kann. Ebenfalls gut zu wissen: Für Twitter brauchen wir eigentlich gar nichts. Da reicht es, über das Profil die Mute-Funktion zu nutzen und Keywords aus der Timeline rauszufiltern. Dann verschwinden alle Tweets, die das Keyword enthalten.

Fazit: Für PC oder Laptop empfiehlt Julian ganz klar Unspoiler. Hier werden die potenziell kritischen Einträge nämlich mit einem roten Balken und einer Warnung versehen. Dann können wir entscheiden, ob wir sie trotzdem lesen wollen, indem wir explizit auf "Anzeigen" klicken oder eben nicht. Die anderen Anwendungen blenden unerwünschte Informationen direkt aus.

Spoiler-Schutz fürs Smartphone

Mit dem Smartphone ist es ein bisschen komplizierter, sich vor Spoilern zu schützen und es hängt davon ab, ob wir Android oder iOS haben.

Für Android empfiehlt Julian Ignatowitsch eine Kombination aus "Spoiler Shield" und "Spoiler Protection" (für Firefox). Die erste App schützt in sozialen Netzwerken vor Spoilern, allerdings dürfen Facebook oder Twitter dann auch nur noch über diese App angesteuert werden. Wer sich über den Browser in soziale Netzwerke einloggt – was die Wenigsten sein dürften – ist mit Spoiler Protection sicher.

Fürs iPhone gibt es tatsächlich kaum etwas, sagt Julian Ignatowitsch. Er hat selbst eins und benutzt "Spoiler Block". Das Problem: Das funktioniert nur bei Twitter und da ist die Mute-Funktion einfacher.

Zum Schluss empfiehlt auch Julian Ignatowitsch: Wer auf ganz sicher gehen will, sollte die sozialen Netzwerke einfach meiden.

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