Beim Einchecken am Flughafen bestimmt der Langsamste das Tempo. Das wird nicht mehr lange so sein.

Auf die Frage "Wie war dein Urlaub?" kommt häufig entweder eine Geschichte über Zugverspätungen oder den Endlos-Stau. Doch es gibt Hoffnung, denn zumindest am Flughafen könnte es bald viel entspannter zugehen.

Fluggastkontrolle der Zukunft

Unterschiedliche Sicherheitsrituale haben sich in den vergangenen 20 Jahren an Flughäfen etabliert: Bis heute ist es eher eine sequenzhafte Einzelabfertigung im Gänsemarsch. Überholen streng verboten. Bald soll es aber ein flotter Durchmarsch im Stil einer Schafherde werden. Nach einer sechsmonatigen Probephase am Flughafen-Köln-Bonn könnte es wahr werden: Nie wieder den Gürtel ausziehen müssen.

Komfortabler Bodyscanner des Easy-Security-Projekts am Flughafen Köln-Bonn.
© DRadio Wissen | Beuting
Bodyscanner des sogenannten Easy-Security-Projekts am Flughafen Köln-Bonn.

DRadio-Wissen-Reporter Stephan Beuting fühlte sich im neuen Sicherheitsbereich wie in einem Apple-Store: alles hell, offen, gut einsehbar. Die Fluggäste sind dort von ihrem Handgepäck entkoppelt - das geht jetzt getrennte Wege. Am Start können fünf Leute gleichzeitig die Gepäckstückwannen befüllen, dann kommt der Bodyscanner. Der ist viel größer und lässt sich prima durchschlendern. Anschlagen sollen diese Geräte nur, wenn wirklich etwas Schlimmes ist.

"Apropos Gürtel: Diese neue Scannergeneration reagiert weniger auf Metall, sondern auf allerlei Sprengstoffe und so etwas."
DRadio-Wissen-Reporter Stephan Beuting

Es passiert also bald mehr nebeneinander als hintereinander. Schnellere Passagiere könnten langsamere dann überholen. Und mehr würden zudem auch noch abgefertigt. Wie viele genau, wollten die Verantwortlichen noch nicht verraten. Am 17. November geht die neue Anlage in den Probelauf. Der dauert sechs Monate, danach wird zusammen mit der Bundespolizei entschieden, ob die neue Technik bald überall eingesetzt werden darf.