Gladiator Spartakus scharte Tausende von Sklaven hinter sich und rebellierte gegen das Heilige Römische Reich. Über die Jahrhunderte änderte sich die Sicht auf den Sklavenaufstand.

73 vor Christus begann der Aufstand der Sklaven, der einige Monate andauerte und eine militärische Herausforderung für das Römische Reich war. Nach der Schlacht von Lukanien war der Aufstand 71 vor Christus beendet. Der römische Feldherr Marcus Licinius Crassus nahm anschließend fürchterliche Rache, in dem er 6000 Spartakus-Kämpfer entlang der Via Appia kreuzigen ließ.

Sklavenarbeit und Gladiatorenkämpfe

Die römische Gesellschaft war eine Gesellschaft von Sklavenhaltern. Die Unfreien kamen aus den Provinzen, wurden von dort verschleppt und anschließend in verschiedenen Funktionen eingesetzt. 

Die Sklavenarbeit in den Minen war hart, und der Einsatz als Gladiator war darauf ausgelegt, vor einem begeisterten Publikum im Kampf Mann gegen Mann oder Mann gegen Tier sein eigenes Leben aufs Spiel zu setzen.

"Spartakus wollte Rom niemals erobern. Er wollte die Sklavenmassen, die sich ihm angeschlossen hatten, aus Italien heraus- und in ihre Ursprungsländer zurückführen."

Spartakus und der Aufstand der Sklaven ist durch die Jahrhunderte unterschiedlich wahrgenommen worden.

Ihr hört in Eine Stunde History:

  • Althistorikerin Elisabeth Herrmann-Otto über Spartakus und den Aufstand des Jahres 73 vor Christus 
  • Althistoriker Egon Flaig schildert die Rolle der Sklaven in der römischen Gesellschaft
  • Historiker Michael Zeuske beschäftigt sich mit der Sklaverei im 21. Jahrhundert 
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld über die Rezeption des Sklavenaufstands in der jüngeren Geschichte