Guter Vorsatz für 2017: Mehr Sport treiben. Dass es draußen bitter kalt ist, sollte uns von dem Vorhaben nicht abhalten. Wir haben ein paar Tipps, worauf ihr achten solltet.

Der Sportmediziner Ingo Froböse hält die Winterzeit für einen idealen Zeitpunkt, mit dem Training zu beginnen, weil im Jahresverlauf es immer nur noch besser werden kann. Außerdem hilft uns der Sport, diese Winterzeit glücklich und zufrieden zu überstehen. Denn gerade das überschüssige Gewicht nach dem üppigen Weihnachtsessen lässt sich dann wieder abtrainieren.

"Gerade der Winter ist eine wunderbare Saison, um sportlich zu starten."
Ingo Froböse, Sportmediziner

Darauf solltet ihr beim Sport im Freien achten:

  • Passend anziehen. Ingo Froböse empfiehlt das Zwiebelprinzip: direkt auf die Haut ein Funktionshemd, damit die Haut trocken bleibt, die Feuchtigkeit wird an die nächste Kleidungsschicht weitergeleitet, zum Beispiel ein Vlies-Shirt.
"Ich laufe in der Regel in einem langärmeligen Shirt, das ein bisschen aufgeraut ist, ein Winterfunktionsshirt. Dann ziehe ich ein Vlies obendrüber. Ich habe dann in der Regel genug an. Mütze auf, Handschuhe an, und dann geht es los."
Ingo Froböse, Sportmediziner
  • Normale Laufschuhe sind ausreichend, dafür eher auf die Wege achten, die nicht gerade eis- oder schneebedeckt sein sollten.
  • Immer auf die Kopfbedeckung achten, angenehm sind Stoffe aus Funktionsmaterial. Fast 50 Prozent unserer Wärmeproduktion geht über die Stirn raus.
  • Nicht sofort losrennen, sondern vorm Loslaufen die Muskeln mit leichten Dehnübungen im Freien vorbereiten und akklimatisieren.
  • Oder "trabend" loslaufen mit einem leichten Tempo, "dann kann auch nichts passieren", sagt der Sportmediziner.
  • Nach der Aufwärmphase von drei bis vier Minuten kann man das Tempo anziehen.
  • Bei Trainingsbeginn das Tempo in den ersten Wochen reduziert halten: "Langsam laufen, um besser zu werden", sagt Ingo Froböse.

Eine Stunde laufen = ein Marzipanbrot

  • Ab minus acht bis zehn Grad wird die kalte Luft zu stark reizend für die Lungenbläschen, dann rät der Sportmediziner vom Sport im Freien ab. Temperaturen um die null bis minus fünf Grad sind bedenkenlos.
  • Das schöne am Sport in der Kälte ist, sagt Ingo Froböse, dass der Körper stärker aufgeheizt werden muss und somit auch mehr Energie verbraucht.
  • Praktische Verbrauchsangabe: Für 100 Gramm Marzipanbrot muss man eine Stunde laufen, bis es abgearbeitet ist. Ingo Froböse rechnet mit ungefähr 500 Kilokalorien Verbrauch pro Stunde. Besonders viel wird beispielsweise bei Skilanglauf verbrannt.
"Durch das Training wird der Körper besser, er wird zum Rennwagen und bekommt mehr Hubraum, mehr PS, und dann wird er zum richtigen Verbrenner selbst auf der Couch."
Ingo Froböse, Sportmediziner