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Jetzt ist klar, in welchem Outfit die Athletinnen und Athleten bei den olympischen Spielen 2021 auflaufen werden. Symbole und Farben, die Deutschland repräsentieren, sind vorhanden, aber eher dezent gehalten.

Athletinnen und Athleten aus dem deutschen Team haben ihre Kleidung für die Paralympics und die Olympischen Spiele in Tokio vorgestellt. Die Outfits sind nicht uniformmäßig gedacht, vielmehr sind es verschiedene Kleidungsstücke, die prinzipiell recht frei miteinander kombinierbar sind. Symbole wie die deutschen Nationalfarben zum Beispiel, sind als verbindende Elemente zwischen einzelnen Kleidungsstücke angelegt.

"Im Prinzip kann jede Hose mit jeder Jacke und jedem Shirt kombiniert werden."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Diese Symbolik ist ziemlich dezent, findet Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Anke. Beispielsweise sei das Gold unter den deutschen Nationalfarben eher ein entsättigter Pastellton. Der Bundesadler sei als Motiv teilweise so dekonstruiert, dass er nicht unmittelbar zu erkennen ist.

"Neben schwarz, weiß und den deutschen Nationalfarben gibt es auch noch Mint als Farbe, was das Ganze wieder ein bisschen aufbricht."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

2021 werden die deutschen Teams von Adidas ausgestattet. Unter dem Motto Unity in Diversity arbeitet ein Team in dem Unternehmen seit rund zwei Jahren an dem Projekt. Für Adidas Design-Direktorin steht dieser Slogan und die Olympia-Kollektion für den olympischen Gedanken.

Synthetik mit Recycling-Anteil

Trotz eines relativ hohen Anteils synthetischer Stoffe – wie bei Funktionskleidung üblich – ist auch ein bisschen Nachhaltigkeit im Kleidungspaket für die deutschen Teams. Ein Teil der Stoffe wird aus recyceltem Polyester hergestellt.

"Weil 2021 ist, wurde natürlich auch auf Nachhaltigkeit geachtet. Teile des Polyesters in der Kleidung sind aus recycelten PET-Flaschen."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

In der olympischen Kleidung zeigen sich stets auch Spuren des Zeitgeists, zum Beispiel Kragen und Schnitte.

Bei den Spielen in Montreal 1976 gab es beim Outfit für die Frauen große Kragen – wie sie typisch für die 1970er Jahre sind. In den 1990er Jahren waren Sakkos und Blazer der Teamkleidung eher weit geschnitten.

Entspannter Look

Einen ziemlichen radikalen Stylewechsel bei den Outfits gab es bei den Olympischen Spiele 2012 in London, sagt Anke. Das waren die ersten Spiele, bei denen es bei der Teamkleidung obenrum keinen Anzug oder Blazer gab. Herren trugen sportliche Jacken in blau, Damen in pink.

"Dieser Style hin zum entspannteren Look ist dann auch geblieben, was man dieses Jahr ganz gut sieht."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Im internationalen Vergleich sind die deutschen Teams vom Kleidungsdesign ziemlich solide aufgestellt, findet Anke. Sie bewertet das Design insgesamt als dezent und clean. Das passe irgendwie zu Deutschland.

Anke erinnert daran, dass die österreichische Mannschaft bei den letzten Sommerspielen in Lederhosen aufgetreten ist. Die USA haben hingegen eine Markentradition. Die US-Mannschaft wird klassischerweise von Ralph Lauren ausgestattet – auch 2021. Anke sagt: "Die Looks sehen eher so aus, als hätten sich die Elite-Unis zum Sport getroffen oder wie ein BWL-Studiengang."

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Für Aufregung bei den Outfits hat bislang nur die kanadische Mannschaft gesorgt, berichtet Anke. Für die Abschlusszeremonie solle das Team eine Jeansjacke tragen, die graffitimäßig mit der kanadischen Flagge und den Schriftzügen Kanada und Tokio gestaltet ist.

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