Viele Wettbewerbe mussten wegen der Pandemie im letzten Jahr abgesagt werden. In diesem Jahr hofft Johannes Vetter auf eine Goldmedaille im Speerwerfen bei den Olympischen Spielen, und Valentin Baus will sich diese bei den Paralympics im Rollstuhl-Tischtennis holen. Nationaltorhüter Johannes Bitter wird bei der Handball-WM für den Titel kämpfen, und der Biathlet Benedikt Doll hofft, den Weltcup für sich zu entscheiden.

Der Speerwerfer Johannes Vetter hält den deutschen Rekord im Speerwurf mit 97,76 Metern. 2017 wurde er Weltmeister im Speerwurf. Für dieses Jahr hat er sich vorgenommen, bei den Olympischen Spielen in Tokio eine Medaille zu holen – und natürlich am liebsten Gold.

"Im Winter werden die Werfer gemacht."
Johannes Vetter, Speerwerfer, trainiert für die Olympischen Spiele

Die Winterzeit ist für den Athleten keine Pause. Johanes Vetter trainiert gerade intensiv: Technik und Krafttraining stehen auf dem Programm. "Ich bin dankbar, dass ich als Leistungssportler fast zu 100 Prozent meinen Trainingsalltag aufrechterhalten kann."

Gute Trainingsbedingungen trotz Pandemie

Wie überall werde auch im Training auf Hygieneregeln geachtet und in kleineren Einheiten oder nur mit dem Trainier trainiert, sagt Johannes Vetter. Er sei froh, dass er an seinem Trainingsstandort Offenburg gute Bedingungen habe. Ob Trainingslager stattfinden können, ist dagegen noch ungewiss, sagt der Speerwerfer.

Den Weltrekord mit 98,48 Metern zu knacken, traut sich der Athlet zu: "Ich weiß, dass ich das Potenzial dazu habe." Deswegen empfinde er die Erwartungen an ihn nicht als Belastung.

Handball-Nationalmannschaft für Überraschung gut

Handball-Nationaltorhüter Johannes Bitter steht seit fast 20 Jahren im Tor, hat schon mehr als 500 Bundesligaspiele bestritten, war schon Deutscher Meister, DHB-Pokal- und Champions-League-Sieger. Mit Blick auf die Handball-WM in Ägypten sagt Johannes Bitter, dass die Mannschaft nach langer Zeit mal wieder überraschen könnte. Denn einige Spieler könnten nicht dabei sein, es habe Veränderungen im Kader gegeben, und eine Medaille werde von der deutschen Mannschaft derzeit nicht erwartet.

Für die jungen Spieler ist Johannes Bitter nicht nur Vorbild, er kann ihnen mit seiner Erfahrung auch ein bisschen Lampenfieber nehmen und ihnen Mut zusprechen, denn schließlich würden sie in einer der besten Ligen der Welt spielen.

"Wir als deutsche Nationalmannschaft finden das nicht gut, dass Zuschauer bei der WM zugelassen sind."
Johannes Bitter, Handball-Nationaltorhüter über die WM in Ägypten

Dass bei der Handball-WM in Ägypten 20 Prozent Zuschauer zugelassen sind, findet der deutsche Nationaltorhüter nicht gut. Die deutschen Liga-Spiele finden vor leeren Rängen statt. Deshalb habe die Nationalmannschaft sich klar positioniert und sich beschwert. Sie würden aber jetzt kein Ultimatum stellen und davon ihre Teilnahme abhängig machen.

Gold im Rollstuhl-Tischtennis holen

Valentin Baus ist Deutscher Meister, Welt- und Europameister im Tischtennis und hat auch schon verschiedene Gold- und Silbermedaillen geholt. Er spielt seit mehr als 18 Jahren Tischtennis, aufgrund seiner Erkrankung seit 2008 im Rollstuhl. Bei den Paralympics in Tokio 2021 hofft er wieder auf eine Medaille.

"Das Ziel ist auf jeden Fall Gold."
Valentin Baus tritt bei den Paralympics in Tokio beim Rollstuhl-Tischtennis an

Der Tischtennisspieler erinnert sich gerne an die Paralympics in Rio 2016: "Es war ein Riesenerlebnis. Das war schon beeindruckend, das erste Mal in das Olympische Dorf reinzukommen." Damals war er im Finale und hat Silber geholt, jetzt will er als Sieger aus dem Wettbewerb gehen. Im März muss Valentin Baus an der Uni noch ein paar Klausuren schreiben, aber danach will er sich voll auf die Olympischen Spiele konzentrieren.

Chancen auf Titel, wenn Material und Leistung stimmt

Auch der Biathlet Benedikt Doll hat schon mehrfach Medaillen geholt: zwei Mal Bronze bei den Olympischen Spielen 2018 und mehrere Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften. Aktuell kämpft der Biathlet um den Biathlon-Weltcup. Derzeit ist er auf dem zwölften Rang.

"Beim Schießen läuft es besser, das war ein wichtiges Ziel für mich."
Benedikt Doll kämpft um den Biathlon-Weltcup

Mit seinen Leistungen ist er zufrieden, doch am Material der deutschen Biathleten hat er scharfe Kritik geäußert. Das sei wohl notwendig gewesen, jetzt sei die Kommunikation im Team wieder besser. Ob das neue Material ihm hilft, auf vordere Plätze im Weltcup zu laufen, müsse man bei den kommenden Wettbewerben sehen.

Ein Highlight wird die Biathlon-WM in Slowenien im Februar sein. "Die Strecke ist ziemlich anspruchsvoll", sagt Benedikt Doll. Sein Ziel: eine Medaille holen.

"Ich muss eine gute Leistung bringen, geschenkt bekomme ich die Medaille nicht."
Benedikt Doll über seine Chancen bei der Biathlon-WM

Danach ist für den Biathleten aber noch lange nicht Schluss. Er freut sich auf weitere Weltmeisterschaften und die Olympischen Winterspiele in Peking.