Beim Sporttrampen geht es nicht nur darum, am schnellsten von A nach B zu kommen. Verschiedene Fähigkeiten verhelfen letztlich einem Team zum Sieg. Stefan Korn, deutscher Sporttramper, weiß worauf es ankommt.

Trampen kann ja jeder, was soll denn daran sportlich sein? Aber schließlich geht es beim Sporttrampen nicht nur darum, schnell von Leipzig nach Köln zu kommen, wie das Deutschlandfunk Nova-Reporterin Kathy Ziegler kürzlich ausprobiert hat

Darum geht's:

Beim Sporttramp-Wettkampf wird eine Route festgelegt, auf der sich ungefähr zwölf Kontrollpunkte befinden. Diese müssen von einem Team aus zwei Trampern erreicht werden. Dabei darf das Team von Autofahrern mitgenommen, aber nicht extra von diesen zu bestimmten Punkten gefahren werden. Öffentliche Verkehrsmittel sind tabu. Das Team, das am Ende die Route inklusive Kontrollpunkten am schnellsten hinter sich gebracht hat, hat gewonnen.

Sporttrampen kommt aus Russland

Hinter der Sportart steckt ein ausgeklügeltes System an Regeln, die dafür sorgen sollen, dass es beim Wettkampf mit ehrlichen Dingen zugeht. Zum Beispiel gibt es Punktabzug, wenn sich ein Team an einer Tramperstelle einfach vor das andere stellt, obwohl die anderen schon längere da stehen. Das gilt als unsportliches Verhalten. Beim Wettkampf sind auch Alkohol und Gewalt verboten. Die Regeln kommen von der russischen Trampervereinigung, die schon seit den 80er Jahren das Trampen sportlich betreibt.

Alexej Vorov hat in St. Petersburg aus der Not Trampen zu müssen einen Sport gemacht. Von dort hat sich das Sporttrampen in Europa verbreitet – bis nach Leipzig. Dort hat Stefan Korn mit einem Freund die Idee aufgegriffen, die Regeln ins Deutsche übersetzt, die Deutsche Trampsportgemeinschaft gegründet und richtet seit ein paar Jahren Wettrennen aus.

"Ich trampe jetzt seit zehn Jahren. Ich bin auch schon einmal um die ganze Welt getrampt."
Stefan Korn, Sporttramper

Meere durchtrampt

Stefan trampt aber nicht nur seit mehreren Jahren sportlich durch Deutschland, er ist schon um die ganze Welt getrampt. Stefan hat es tatsächlich geschafft, auch die Weltmeere trampend zu durchqueren. Er wurde tatsächlich von Europa aus bis nach Uruguay in Segelbooten mitgenommen. Und immer dabei: Der Sporttramp-Overall, den Alexej entworfen hat.