Berlin ist die Stadt Nummer eins auf der Welt für alle Millennials, also allen, die mehr Jahre im neuen Jahrtausend verbracht haben als im Alten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die untersucht hat, welche Städte uns weltweit das geben, was wir brauchen. 

Berlin hat es vor allem auf den ersten Platz geschafft, weil es die Party-Metropole ist. Da räumt Berlin im weltweiten Vergleich ziemlich ab. Dazu kommt noch eine hohe Bewertung in der Kategorie "Offenheit" und auch die Start-up-Szene konnte punkten. 

"Allerdings hat diese Studie eine internationale Wohnungsplattform beauftragt, die ihren Hauptsitz in Berlin hat. Aber eine andere Studie kommt zu einem ähnlichen Ergebnis."
Sebastian Sonntag, Deutschlandfunk Nova

Nicht so gut schneidet Berlin mit Blick auf die Unis ab. Die liegen eher im Mittelfeld. Und auch das WLAN in der Stadt ist laut Studie ausbaufähig. Trotzdem hat es für Berlin in dem Ranking mit 7,14 Punkten von insgesamt 10 für den ersten Platz gereicht. 

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In der anderen Studie hat der Immobiliendienstleister CBRE vor ungefähr zwei Jahren weltweit 13.000 Millennials nach ihren Bedürfnissen und Interessen befragt. Auch da liegt Berlin weit vorne, allerdings mit einer Einschränkung.

"Berlin kann und will sich nicht mehr jeder leisten. In Jena, Leipzig und Dresden sind die Preise deutlich geringer."
Jan Linsin, Immobilienmarktforscher bei CBRE

Auf Platz 2-4: Montreal, London, Amsterdam

Kanada ist weit vorne und gleich mit drei Städten in der Top Ten des Millennial-Rankings: Montreal, Toronto und Vancouver. Montreal hat es vor allem mit seiner Wertung für Toleranz auf Platz 2 geschafft, gegenüber Migranten aber auch, was die Gleichbehandlung von Geschlechtern und sexuellen Ausrichtungen angeht. 

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Da kann eigentlich nur noch Köln mithalten. Köln ist mit Platz 9 die zweite deutsche Stadt in der Top Ten. Außerdem weit vorne, nämlich auf Platz 3, ist London. Wer’s sich leisten kann bekommt auch viel Nachtleben und viele gute Unis im Umfeld. Amsterdam und Barcelona sind auch mit dabei. 

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"Gewundert habe ich mich über Manchester in England auf Platz 10. Hier gibt’s die Höchstpunktzahl für die Gleichstellung von Frauen und Männern und offensichtlich kommt man in keiner anderen Stadt so gut an Verhütungsmittel."
Sebastian Sonntag, Deutschlandfunk Nova

Was wir brauchen, um uns wohl zu fühlen, das wird in der Studie in 17 verschiedenen Kategorien abgefragt, darunter:

  • Job
  • Food
  • Wohnungsmarkt
  • Nahverkehr
  • Gesundheitsversorgung
  • Universitäten
  • Highspeed-Internet

Die Punkte haben die Autoren der Studie verteilt, indem sie verschiedene Daten zu den Kategorien angeschaut haben. Beim Thema Beschäftigung zum Beispiel Daten zur Arbeitslosigkeit der OECD. Beim Thema Gleichberechtigung den Global Gender Gap Report vom Weltwirtschaftsforum. Und sie haben auch bei den öffentlichen Verkehrsmitteln die Länge des U-Bahn- und Busnetzes ausgemessen. 

Bei der Millennial-Befragung von CBRE in 2016 ist allerdings schon rausgekommen, dass es nicht immer die großen Städte sein müssen, die unsere Bedürfnisse am besten befriedigen. 

"Viele gute Jobs gibt es oft in kleinen und mittelständischen Unternehmen in den Regionen und im ländlichen Raum. Da werden dann auch Städte wie Hannover, Freiburg, Stuttgart sehr attraktiv."
Jan Linsin, Immobilienmarktforscher bei CBRE