Die neunte und (vorerst) letzte Star-Wars-Episode ist in den Kinos: "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers". Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Anna Wollner konnte sich den Film schon anschauen und ist enttäuscht. Für sie ist er vor allem eins: ein Sprint durch die Handlung.

Sie soll das Finale der Weltraumsaga sein: Die neunte Episode "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" ist ab heute (18. Dezember 2019) in den Kinos. Mit dabei: Viele Laserschwert-Kämpfe und vor allem viel Nostalgie, meint Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Anna Wollner. Für sie war der Film eine Achterbahn der Gefühle, die im Totalcrash endete.

Denn: Nachdem die Handlung eine Weile braucht, um ins Laufen zu kommen, springt der Film zwischen neuen Handlungssträngen, neuen Figuren und neuen Orten hin und her. Damit lege Regisseur J.J. Abrams einen Sprint durch den Film ein.

Star Wars IX: Ein Sprint von Nostalgie hinzu viel Neuem

Die Grundidee bleibt: Gut und Böse kämpfen gegeneinander mit der Botschaft "Blut ist nicht immer dicker als Wasser". Dazu komme noch viel Kitsch verpackt in romantischen Gesten, sagt Anna. Von der neunten Episode ist sie daher enttäuscht.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Umgang mit dem Abschied von der Schauspielerin Carrie Fisher alias General Leia. Ihr Tod vor drei Jahren habe das Drehbuch in ein Ungleichgewicht gebracht: In der neunten Episode fehlen entweder Szenen oder sie wurden ohne die Schauspielerin nicht treffend umgesetzt.

"Mit Episode IX reißt J.J. Abrams alles ein, was Rian Johnson im letzten Film aufgebaut hat."
Anna Woller, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

J.J. Abrams scheine es hingegen darum zu gehen, langjährigen Star-Wars-Fans eine Freude zu bereiten: Im Film gibt es viele Anspielungen auf vergangene Episoden – zum Beispiel durch bekannte Charaktere, die wieder auftauchen. Beim Verstecken dieser Easter Eggs habe der Regisseur wahrscheinlich vergessen, sich um den Rest zu kümmern, meint die Filmkritikerin.

Zu Ende erzählt ist die Saga nicht

Obwohl mit der neunten Episode der letzte Teil der Weltraumsaga abgedreht wurde, wird das wahrscheinlich nicht das Ende sein, sagt sie. Denn: Im Film werden Hinweise auf mögliche Spin-offs gegeben – ähnlich wie der Star-Wars-Ableger "Solo" über den jungen Han Solo. Das geht auch in Serienform: In den USA läuft seit November 2019 die erste Staffel "The Mandalorian". Sie spielt neun Jahre nach Episode IV "Krieg der Sterne" und erzählt die Geschichte eines mandalorianischen Kopfgeldjägers.