Die alten Star-Wars-Filme fand unsere Kritikerin ja ganz gut. Aber die zweite Trilogie? "Die ist eine Katastrophe", sagt unsere Kollegin Anna Wollner. Wird mit "Das Erwachen der Macht" endlich alles wieder gut?

Ach ja, die alten Star-Wars-Filme. Die aus den 70er und 80er Jahren. Deren Titel zu Sprichwörtern geworden sind: "Krieg der Sterne". "Das Imperium schlägt zurück" und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter". "Die ersten Filme waren rau und schmutzig. Sie lieferten spektakuläre Weltraumschlachten", erklärt Anna. Außerdem: Mit Figuren wie Luke Skywalker konnte sich jeder identifizieren. Und nicht zuletzt setzte Darth Vader ganz neue Standards für die Kategorie "Bösewicht".

Philosophische Gedanken

Toll an Star Wars ist, findet Anna, dass in den Filmen (vor allem in den alten Filmen!) philosophische Fragen behandelt werden. Wie geht die Gesellschaft mit Macht um? Was macht Macht mit dem Individuum? Was ist Gut, was ist Böse? "Lucas erzählt das wie einen großen Mythos. Als Kampf zwischen Vater und Sohn, zwischen Hell und Dunkel, Jedi und Sith", erklärt Anna Wollner. Auch die Special-Effects in den alten Filmen waren besonders - klar, sie waren nicht total vergleichbar mit dem, was heute möglich ist. Aber sie waren kreativ:

"Das Brummen des Laserschwertes zum Beispiel ist das Geräusch eines alten Filmprojektors. Gepaart mit dem Interferenzgeräusch, das entsteht wenn man mit einem Mikrofon an einem alten Fernseher vorbei läuft."
Anna Wollner, Kino-Journalistin

Und jetzt zur dunklen Seite der Macht: Die Filme der zweiten Trilogie zeichnen sich - sagt Anna - durch eine fantasielose Effekte-Schlacht aus. Deshalb hat Regisseur JJ Abrams bei der "Das Erwachen der Macht" auch möglichst wenig durch Computer bearbeiten lassen. Am Donnerstag kommt der Film in die Kinos.