Der Welt geht es ... gut! Zumindest besser als in vergangenen Jahrzehnten oder Jahrhunderten. Rein statistisch gibt es weniger Gewalt und weniger Hunger. Und was ist mit Syrien, Flüchtlingen, Klimawandel, Ebola? Fragen an den Forscher Max Roser.

Alles geht den Bach runter. Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man täglich die Nachrichten verfolgt. Aber das Bild von der Welt,dass die Nachrichten zeigen, ist unvollständig, findet der Ökonom Max Roser. Denn sie zeigen "einen sehr kurzfristigen Fokus. Sachen, die die Lebensbedingungen global verändern, passieren sehr langfristig." Und genau diese langfristigen Entwicklungen hat Max untersucht. Sein Fazit: Der Welt geht es - im Vergleich zu früher - immer besser.

"Langfristig gesehen, haben wir in den letzten Jahrzehnten eine Entwicklung zu etwas mehr Frieden gesehen."

Kurzfristig gesehen, hat sich der Trend wieder verschlechtert. "Vor allem durch den Krieg in Syrien ist die Zahl der Opfer von Kriegen gestiegen", sagt Max Roser.

"Wenn ich mir aussuchen könnte, wann ich auf die Welt kommen könnte, dann sicher heute Und nicht vor ein paar Jahren oder Jahrzehnten."

Ein anderes Beispiel ist die Zahl der armen Menschen auf der Welt. Untersucht man die absolute Armut, so Max, dann fällt auf, dass sich noch Anfang der 80er Jahre die Hälfte der Menschheit die grundlegendsten Güter nicht leisten konnte. "Heute liegt diese Zahl bei 14 Prozent." Gerade in den Entwicklungsländern habe sich die Situation verbessert. Trotzdem, findet Max, sollen wir uns nicht zufrieden zurücklehnen und nichts mehr machen.

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