Die Selbstanzeige hat nichts gebracht: Das Landgericht München hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Außerdem im Update: Angela Merkel droht Putin und Israel droht den Palästinensern.

Dreieinhalb Jahre Haft - so lautet das Urteil des Landgerichts Münchens gegen Uli Hoeneß. Der FC-Bayern-Präsident hat rund 28 Millionen Euro Steuern hinterzogen. Für den Prozess entscheidend war die Frage, ob Uli Hoeneß' Selbstanzeige wirksam war. Hatte er wirklich alle Fakten auf den Tisch gelegt hatte, um straffrei davon zu kommen? Die Richter sahen das anders: Sie haben geurteilt, dass die Unterlagen zu spät kamen, nicht vollständig waren und dass der FC-Bayern-Präsident sich wahrscheinlich nur deswegen angezeigt hat, weil er Angst hatte, dass er auffliegt. Hoeneß' Anwalt will das Urteil beim Bundesgerichtshof anfechten.

​Was sonst noch wichtig war:

  • Angela Merkel warnt Wladimir Putin: Lenkt Präsident Putin nicht ein, wird die EU Strafen verhängen – wie Einreiseverbote und Kontensperrungen.
  • Israel warnt Palästinenser: Gestern hatten Palästinenser des Islamischen Dschihads 60 Raketen auf Israel abgefeuert. Die israelische Luftwaffe bombardierte daraufhin Ziele im Gazastreifen.
  • Keine Spur: Gestern glaubte man noch Trümmerteile der verschwundenen Boeing 777 von Malaysian Airlines im Meer entdeckt zu haben. Heute steht fest: Die entdeckten Teile gehören nicht zu dem vermissten Flugzeug.
  • Bundesbank macht größten Gewinn seit fünf Jahren: Die 4,6 Milliarden Euro Plus fließen in den Staatshaushalt.