Manche laufen einfach drauflos und überlassen es dem Zufall, wo sie ankommen. Wer beim Wandern lieber plant und nach besonders schönen Routen sucht, kann zum Beispiel eine App nutzen. Die Stiftung Warentest hat jetzt getestet, was eine gute Wander-App ausmacht.

Sich in der Natur aufzuhalten, trägt nachgewiesenermaßen zu unserem Wohlbefinden bei. Vor allem für diejenigen, die in der Freizeit und im Urlaub aktiv sein wollen, bietet Wandern die optimale Mischung aus Bewegung und Entspannung. Und ausgedehntes 'Waldbaden' bei einer kurzen oder auch längeren Wanderung kann eine willkommene Abwechslung zum Alltagsstress in der beengten Stadt bieten. Wer seine Wanderung planen möchte, findet Hilfe bei verschiedenen Wander-Apps.

"Bei einer Wegsperrung haben alle Apps versagt. Das war Harzer-Hexen-Stieg, der wirklich schon seit Monaten nicht passierbar war. Die App 'Komoot' hat dann immerhin die Route angepasst."
Claudia Till, Redakteurin Stiftung Warentest
Ein Mann wandert mit seinem Smartphone in der Hand über einen einsamen Gipfel.
© imago | Cavan Images
Wer kein Netz auf dem Gipfel hat, kann Offline-Karten für die Navigation nutzen.

Um herauszufinden, welche Apps uns am besten durch die Natur navigieren, hat die Stiftung Warentest die am häufigsten heruntergeladenen Wander-Apps aus dem Google Playstore getestet. Jeweils in der Android- und iOS Version.

Testsieger: Komoot und Outdooractive

Getestet wurden die Apps der fünf Anbieter Alltrails, Bergfex, Komoot, Outdoo­ractive und Wikiloc. Dafür hat Stiftung Warentest Wandergruppen durch ganz Deutschland geschickt: durch das Flachland, die Lüneburger Heide, das Mittelgebirge und die Alpen.

Am besten haben die Apps Komoot und Outdooractive im Praxistest der Stiftung Warentest abgeschnitten, sagt die Redakteurin Claudia Till.

Hilfreiche Features: Richtungsweisende Pfeile und Sprachansage

Die Navigation hat die Tester hier am meisten überzeugt hat, sagt die Redakteurin. Die beiden Apps seien die einzigen, bei denen Pfeile die Streckenführung weisen. Außerdem bieten sie eine praktische Sprachansage. Dadurch kann man sich das Smartphone in die Jackentasche stecken oder mit einer Kordel am Körper tragen und auch mit Kopfhörern nutzen. Anstatt immer nur auf dem Handy den Wanderweg zu verfolgen, ist es somit möglich, den Blick zu heben und die Landschaft zu genießen.

Worauf es bei einer guten Wander-App ankommt

Für die Bewertung der Wander-Apps hat die Stiftung Warentest verschiedene Kriterien zu Nutzerfreundlichkeit und Datensicherheit herangezogen, sagt Claudia Till. Diese Fragen waren dabei entscheidend.

  • Wie leicht lassen sich Touren planen?
  • Lassen sich Tourenvorschläge gut filtern, zum Beispiel nach Schwierigkeitsgrad?
  • Wie leicht lässt sich die Navigation handhaben?
  • Welche - möglicherweise kritischen - Daten versenden die Apps?

    Kostenfreie Basisversionen sind sehr begrenzt

    Bei den Preisen gibt es große Unterschiede, sagt Claudia Till von Stiftung Warentest. Die Kartenpakete der beiden Testsieger kann man für vier Euro im Jahr bekommen. Vollversionen kosten hingegen bis zu 60 Euro. Für diesen Preis erhalte man Kartenmaterial für die ganze Welt, sagt Claudia Till. Wer gerne wandert, sollte schauen, was er oder sie benötigt.

    Kostenfreie Basisversionen seien sehr begrenzt. Kostenpflichtige Vollversionen der Wander-Apps seien insbesondere für diejenigen nützlich, die Offline-Karten nutzen möchten, sagt die Redakteurin von Stiftung Warentest,