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Im Corona-Jahr haben viele Studierende ihre Jobs verloren. Viele Betroffene wissen nicht, wie sie ihre Schulden zurückzahlen sollen. Jay erzählt, was er alles auf die Beine stellt, um über die Runden zu kommen.

Eigentlich hat das Jahr für Jay aus Magdeburg gut angefangen: Er hatte einen Arbeitsvertrag unterschreiben. In den anstehenden Semesterferien sollte er Vollzeit eingeschult werden. Doch dann kam der Lockdown, seine Arbeitszeit wurde drastisch zurückgefahren. Die nächsten Monate liefen natürlich nicht viel besser, erzählt er.

"Aus den geplanten 140 Arbeitsstunden wurden gerade mal zehn. So hat die ganze Misere angefangen."
Jay, Student aus Magdeburg, hatte wegen Corona kaum Möglichkeiten zu jobben

Überbrückungshilfe und Studienkredit nicht immer hilfreich

Rund 800 Euro braucht der Student im Monat zum Leben. Zwischen März und Juni konnte er kaum arbeiten, hat alles in allem 1.200 Euro verdient. Insgesamt häuften sich so 2.000 Euro Schulden.

Als es im Juni möglich wurde, die sogenannte Überbrückungshilfe für Studierende zu beantragen, hat er das gemacht. Nach drei Monaten Bearbeitungszeit bekam er sie dann, die 500 Euro Unterstützung.

Wie so viele Studierende sagt auch Jay, dass er sich im Stich gelassen fühlt, vor allem weil die Hilfen so spät gekommen seien. Bafög steht ihm nicht mehr zu, weil er bereits einmal seinen Studiengang gewechselt hat. Aus dieser Zeit hat er bereits Schulden. Deswegen kommt für ihn ein zinsloser Studienkredit, wie ihn die staatliche Kreditbank KfW anbietet, nicht in Frage.

"Ich halte nichts von Verschuldung, es ist sowieso schon schwer genug."
Jay, Student aus Magdeburg, hatte wegen Corona kaum Möglichkeiten zu jobben

Jay hat den Anspruch, selbst von seinen Schulden runterzukommen. Seit August kann er wieder mehr arbeiten. Die Anzahl seiner Vorlesungen hat er in diesem Wintersemester deswegen auf drei runtergeschraubt. "So kann ich hier und da schon etwas abstottern", sagt er. Eventuell will er sich noch einen Minijob irgendwie suchen oder, wenn all das nichts hilft, ein Urlaubssemester nehmen, um Vollzeit zu arbeiten. Jetzt ist er erst mal froh, seinen Job zu haben und die Fixkosten abzudecken.