"Was es ist", "Hungriges Herz", "Tanz der Moleküle" oder "Fallschirm": Die Hitliste von MIA ist lang. Mit "Nein, Nein, Nein" erscheint jetzt eine neue EP. Bei uns zu Gast im Studio war Mieze, die Sängerin von Mia. Mit ihr haben wir über Musik, große Gefühle und Castingshows gesprochen.

Es gäbe niemanden in seinem Interviewerkreis, zu dessen Musik er mehr getanzt habe als zu MIA, schmeichelt DRadio-Wissen Moderator Ralph Günther seinem Studiogast. Klar, dass Mieze sich darüber nur freuen kann.

Zurück zu den Wurzeln

Überaus tanzbar ist auch die neue Single "Nein, Nein, Nein". Mit dem Song gehe es musikalisch wieder zurück zu den Anfängen der Band, sagt Sängerin Mieze - zurück zu Stücken wie "Alles neu" oder "Verrückt" vom ersten Album "Hieb und Stichfest". Schon damals zeigte man gerne mit dem Neue-Deutsche-Welle-Finger auf die Band. Und Mieze hat nichts dagegen, wenn man das jetzt wieder mache.

Mit "Nein, Nein, Nein" verarbeitet die Sängerin, die dieses Jahr als Jurorin für Deutschland sucht den Superstar tätig war, auch ihre eigenen Erfahrungen mit Castingsshows. Das Video zeigt nationale und internationale Stars wie Marilyn Monroe, Michael Jackson aber auch Cro oder Conchita Wurst, die allesamt von einer vierköpfigen Jury abgelehnt werden. Ein großer Spaß sei der Dreh gewesen, alle Figuren werden von der Band selbst gespielt.

Mit "Nein, Nein, Nein" Vorurteile parodieren

Gegenüber Castingshows gäbe es viele Vorurteile, mit denen Mieze aufräumen will. Es sei nicht nur alles Kasperle-Theater, was da ablaufe. Für die Kandidaten ist die Teilnahme bitterer Ernst. Auch für ihre Arbeit als Jurorin bei DSDS habe Mieze unzählige Neins im Freundes- und Bekanntenkreis erfahren. Doch es sei ihr Leben und das möchte Mieze selbst bestimmen:

"Ich hab da einmal mehr gemerkt, ich möchte diese Dinge entscheiden, ich möchte mein Leben gestalten. Und da war das Video so ein bisschen so, wie auf den Tisch hauen."
Mieze, Sängerin bei MIA

Einmal Sängerin, immer Sängerin

Vor allem aber sei Musik dazu da, um Gefühle zu erfahren oder auszudrücken. Es gäbe nicht viel was die Sängerin zu Tränen rühre, doch wenn es passiert, dann meistens wegen Musik. Daher kam schon als Kind ihr Wunsch, Musikerin zu werden. Ihr erster Song war dann ein Protestsong gegen den ersten Golfkrieg.

"Mein allererster Song hat Tränen provoziert und irgendwie war das schon so eine starke Emotion, dass ich wusste, ich möchte Musik machen, die solch starke Gefühle weckt."
Mieze, Sängerin bei MIA über ihren ersten Song. Ein Protestlied gegen den ersten Golfkrieg.

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