Auf der Webseite tomnod.com kann jedermann helfen, die verschollene Boeing zu suchen. Wer wirklich helfen will, braucht Geduld und muss genau hingucken. Martin Krinner hat es versucht.

Suchen mithilfe der Crowd - das ist das Prinzip, das hinter der Webseite tomnod.com steckt. Das US-amerikanische Unternehmen Digital Globe, das sein Geld mit Satellitenbildern verdient, steckt dahinter. Es stellt Satellitenbilder der möglichen Absturzstelle der vermissten Boeing bereit. Wer will, kann die durchsuchen und nach dem Flugzeug Ausschau halten.

Mit jedem Mausklick kommt man 500 Meter weiter auf dem Satellitenbild voran. Je nach Größe der Fundstücke, erkennt man so Wrackteile, Ölteppiche oder Rettungsboote. Findet der Suchfreiwillige etwas Auffälliges, kann er das Fundstück markieren. Experten von Digital Globe prüfen es und kontaktieren gegebenenfalls die Behörden.

"Man hat die Hoffnung, dass man helfen kann."
Matthias Haeb, freiwilliger Boeing-Sucher

Digital Globe nutzte das Satellitenbild-Such-Tool auch schon früher. 2011 konnten Freiwillige darüber nach Flüchtlingslagern in Somalia suchen, zwei Jahre später analysierten sie die Sturmschäden auf den Philippinen nach dem Taifun Haiyan.