Wer weniger Süßes naschen will, sollte unter anderem darauf achten, dass die Küche sauber ist. Das kann zumindest eine Methode sein, um weniger Kalorien in sich reinzuschaufeln. Forscher bestätigen das in einem Experiment.

Hierbei handelt es sich um ein Experiment - keine Studie. Essens-Psychologen haben sich das Nasch-Verhalten von 100 Probanden angesehen. Dazu haben sie sie unter einem anderen Vorwand zu sich gelockt und dann 10 Minuten warten lassen. In diesen 10 Minuten waren die einen in einer sauberen, die anderen in einer unordentlichen, zugemüllten Küche. Jeweils drei Schälchen standen auf dem Tisch: eins mit Möhren, eins mit Crackern und eins mit Keksen. Von den Möhren und Crackern haben alle gegessen, deutliche Unterschiede gab es aber bei den Keksen.

"Die Probanden in der chaotischen Küche haben fast drei Mal so viele Kekse gegessen, wie die in der ordentlichen Küche."
Kathrin Sielker über das Essens-Experiment zum Naschen

Hinzu kommt eine zweite Komponente, die das Naschen beeinflusst; nämlich der mentale Zustand. Durch Fragen haben die Psychologen ihre Probanden gezielt in einen chaotischen oder geordneten Geisteszustand gebracht. Das hat das Ergebnis natürlich verstärkt. Die Versuchspersonen mit chaotischen Gedanken in einer chaotischen Küche aßen Kekse zu 103 Kalorien, die Testpersonen in ordentlichen Küchen mit geordneten Gedanken kamen auf gerade mal 38 Kalorien.

Ordentliche Küche kein Allheilmittel

Macht Chaos also dick? Das wäre wohl zu weit gefasst, aber die Psychologen sagen: An dem Experiment sehen wir, dass eine chaotische Umgebung - also die vollgestopfte Küche - bei uns eine Art Schwäche befördern kann, wodurch wir uns eher für ungesundes Essen und Naschen entscheiden. Umgekehrt heißt das, dass du deine Küche sauber halten solltest, wenn du weißt, dass du undiszipliniert und anfällig fürs Naschen bist. Natürlich ist die ordentliche Küche kein Allheilmittel, aber sie ist ein Faktor.