In Julias Welt haben jeder Buchstabe und jede Zahl eine Farbe, hört sie Musik, sieht sie Formen. Ein Leben ohne rote Fünf, orangenes P oder schwarzes J kann sie sich gar nicht vorstellen. 20 Jahre lang denkt sie, allen anderen Menschen ginge es genauso. Bis sie irgendwann merkt: Längst nicht alle Menschen sind Synästhetiker. Wie sie dahinter gekommen ist, erzählt sie im Interview mit Paulus Müller. 

Kinderfoto von Julia Schmitz vor einer Tafel mit Magnetzahlen und -buchstaben
© Julia Schmitz
Als Kind hat sich Julia an den Farben ihrer Magnetzahlen und -buchstaben gestört. Die waren aus ihrer Sicht nämlich falsch.

Dass es einen Begriff für diese besondere Wahrnehmung von Zahlen, Buchstaben und Farben gibt, hat Julia erst mit Anfang 20 gemerkt. Damals sollte sie für eine Redaktion zu dem Thema recherchieren. Als sie ein paar Texte gelesen hatte, fragte sie den Rest der Redaktion: "Ihr habt das nicht? Ihr seht Buchstaben und Zahlen nicht als Farben?" Mit Julia haben wir hier bei Deutschlandfunk Nova schon einmal gesprochen. Und zwar in Endlich Sonntag. Hier könnt ihr das Gespräch nachhören.