Syrien

Geschichten vom Leben im Bürgerkrieg

Dableiben oder Fliehen? Kämpfen? Und wenn ja: mit Waffen oder mit Worten? Und wem glauben, wenn alle Propaganda verbreiten - der Regierung oder der Opposition? Und was die Opposition angeht: welcher der vielen Gruppen überhaupt?

Wir liefern heute keine Analyse. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und haben auch keine politischen Lösungsvorschläge. Wir schlagen uns auf keine Seite, sondern hören uns Geschichten an.

Natürlich können wir mit vier Geschichten nicht all das erzählen, was es jetzt aus Syrien zu erzählen gibt. Auch weil uns viele Geschichten gar nicht erreichen können, weil es keine Zeugen für sie gibt und sie nicht aus dem Land kommen. Wir erzählen heute Geschichten, die uns berührt und überrascht haben.

Auf einem Banner steht ein Text, Propaganda der syrischen Regierung. Er beginnt mit: Aus Syrien, dem Land des Frieden und der Liebe.
© Stephanie Doetzer | DRadio Wissen
Wem glauben? Propaganda-Banner wie diese sind in Syrien allgegenwärtig, auch heute noch. Dieses stammt aus dem Jahr 2005.

Verlust, Zerstörung, Angst

Wir erzählen von einer Journalistin, die ihre große Jugendliebe an den Krieg verliert. Von einem Arzt, der fliehen will und nirgendwo anders eine neue Heimat findet als im Gaza-Streifen. Von einem syrischen Fernsehkorrespondenten, der inzwischen Angst hat, in Damaskus erkannt zu werden. Und von einer jungen Frau, die dem Hungerlager in Yarmuk entkommen ist.

"Was die Menschen in Syrien wirklich verlieren, ist nicht ein Haus oder ein Gebiet, sondern ein Leben, eine Seele."
Najibe, 25 Jahre, aus Damaskus

Syrien - Über Leben im Kriegszustand

Wir haben keine Lösungsvorschläge, liefern keine Analyse und schlagen uns auf keine Seite - wir hören Geschichten und wissen, dass wir längst nicht all das erzählen können, was es aus Syrien zu erzählen gibt.