Unsicherheit und Angst machen sich im Netz breit. In Blogs und anderen Sozialen Medien diskutieren User und Medien, wie es nach den Anschlägen in Paris weitergehen wird.

Die Schlagzeilen in den Zeitungen sprechen eine eindeutige Sprache: Krieg. In einigen Blättern, in der FAZ zum Beispiel, ist die Rede sogar vom Weltkrieg: "Mit dem Islamischen Staat ist ein Ungeheuer herangewachsen, das seine Tentakel um die ganze freie Welt schlingen will", textet der Herausgeber Berthold Kohler. Es sei mit Opfern zu rechnen, um dieses Monster zu bezwingen.

"Wie du mir, so ich dir"

Im Netz wird Kohler für seinen Text kritisiert und hinterfragt, ob Gewalt wirklich die einzige Lösung sei. Der Blogger Hennig Uhle etwa schreibt: "Irgendwie wirkt das alles wie ein einziges 'Wie du mir, so ich dir' oder so. Was lapidar klingt, könnte gefährlich für die halbe Welt werden." Auch Doris Schröder-Köpf ‏twittert: "Wir sollten nicht die Fehler wiederholen, die Präsident Bush nach 9/11 gemacht hat"

Ob Gewalt als Antwort eine gute Strategie gegen den Terror ist, darüber streiten Journalisten und User in den Medien und den Sozialen Medien. Für viele kann es nur eine militärische Lösung gegen die IS-Terroristen geben. Die ersten, die davon betroffen waren, sind die Menschen in Rakka. Dort haben die Franzosen mehrere Angriffe geflogen - die Blogger von Rakka is being slaughtered silently berichten aus der syrischen Stadt über die Luftschläge.

"In einem Post berichten die Blogger von 'Rakka is being slaughtered silently', dass die Stadt von einer hohen Anzahl Luftschlägen getroffen worden sei. Sie sprechen von bis zu 30 Air Strikes."
DRadio-Wissen-Reporterin Martina Schulte über Rakka is being slaughtered silently

Die Blogger listen die getroffenen Ziele der französischen Luftwaffe auf:

  1. Das Stadium von Rakka
  2. Ein politisches GEbäude
  3. Ein Fußgängerüberweg
  4. Ein Kamel
  5. Die Polyklinik
  6. Ein Museum
  7. Der südliche Stadteingang

Bei uns heißt es in der Meldung bei Spiegel Online dazu: Zehn französische Kampfflugzeuge hätten 20 Bomben auf Rakka abgeworfen. Die Ziele seien ein IS-Trainingslager und ein Camp gewesen, das den Dschihadisten als Kommandozentrale und Waffenlager gedient habe.

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