Geschäftsmann und Rapper Jay-Z hat ein neues Projekt: Auf Tidal streamt er jetzt mit seinem eigenen Dienst. Damit will er erreichen, dass Geld bei den Künstlern ankommt. Spotify-Kritiker wie Taylor Swift und Radiohead sind ebenfalls dabei. Und natürlich geht es nicht nur um Geld, sondern auch um die Soundqualität.

Brauchen wir noch einen Streaming-Anbieter?

Tidal ist ab sofort online und der neue Streamingdienst hat prominente Unterstützer: Madonna, Coldplay, Beyoncé, Jack White, Daft Punk, Arcade Fire, Alicia Keys, Kanye West. Und noch viele mehr.

Die Stars sind auch als Eigentümer von Tidal aufgeführt und haben publikumswirksam in einem Video den Vertrag unterschrieben. In den Videos fällt ständig das Wort "historisch", denn die Eigentümer wollen nicht weniger als das Musikbusiness verändern.

"Auch wenn noch keine Zahlen präsentiert wurden: Man kann davon ausgehen, dass die Künstler bei Tidal mehr verdienen pro Song als bei Spotify oder Simfy.“
Marc Mühlenbrock, DRadio-Wissen Musikredaktion

Zehn Euro im Monat, 20 Euro für die HiFi-Variante

Bei Tidal ist unter anderem auch Taylor Swift zu hören, die sich Spotify verweigert. 25 Millionen Songs bietet Tidal, dafür zahlt ihr 9 Euro 99 im Monat. Ihr könnt die Songs auch in CD-Qualität hören, das kostet dann das Doppelte.

"Die Qualität war den Künstlern sehr wichtig, denn neben dem geringen Erlös ist vor allem die schlechte, komprimierte Soundqualität ein großer Kritikpunkt an Streaming-Diensten."
Marc Mühlenbrock, Dradio-Wissen Musikredaktion

Ganz neu ist Tidal übrigens nicht: Jay-Z hatte das Portal Anfang des Jahres gekauft.