Endlich mal was Kreatives machen? Mit Tieren arbeiten? Das hat Viktoria bei einem Internettest angegeben. Heute macht sie eine Ausbildung zur Tierpräparatorin.

Victoria Niemann hatte schon einige Jobs ausprobiert, der richtige war aber nie dabei. Auf einer Internetplattform hat sie sich deshalb für eine online Berufsberatung angemeldet und den Fragebogen ausgefüllt: Etwas Kreatives arbeiten; gerne mit Tieren; handwerklich geschickt. Das Ergebnis: Präparatorin.

Nachhaltiges Arbeiten

Tatsächlich hat sich Victoria immer mehr für den Beruf begeistern können, bis sie sich zur Ausbildung an der Berufsschule für Präparatoren in Wien angemeldet hat. Wichtig findet sie an ihrem Job, dass sie Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, zumindest deren Erscheinung für die Nachwelt erhalten kann. Gerade kleine Tiere oder Vögel sind besonders schwierig zu präparieren, weil die Haut sehr dünn ist, die Knochen feiner und die Glieder filigraner sind als bei anderen Tieren, erklärt Victoria.

Die toten Tiere werden zunächst in der Gefriertruhe aufbewahrt. Viktoria holt sich dann ein Tier aus dem Gefrierschrank und taut es auf. Dann streicht sie die Federn an der Brust zur Seite und fängt mit dem ersten Schnitt an. Sie zieht die Haut ab und säubert dann die Knochen vom Fleisch. Aus Holzwolle oder PU-Schaum baut sie nach dem Original ein Modell, dass sie mit den gesäuberten Knochen in die Haut einsetzt. Im Schnitt braucht Viktoria zwei Tage, bis sie so ein Tier fertig präpariert hat. Am Ende bewegt sie die Federn in die richtige Position und biegt den Vogel in eine natürliche Haltung.