Er ist so groß wie ein Haus und so schwer wie eine Elefantenherde, genau 26 Meter lang und rund 60 Tonnen schwer: der Titanosaurier. US-Wissenschaftler haben den größten Dinosaurier der Welt entdeckt und ihn Dreadnoughtus schrani getauft - "Angst vor nichts".

Das Skelett, das in Argentinien gefunden wurde, ist das am besten erhaltene Exemplar aus der Gruppe der Titanosaurier, das bisher entdeckt wurde. US-Wissenschaftler haben das Knochengerüst in Patagonien im Süden Argentiniens gefunden. Erste Knochen wurden bereits 2005 entdeckt, doch es dauerte vier Jahre, um das Skelett komplett freizulegen.

Größte Kreatur entdeckt

Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellten die Forscher im Fachmagazin "Nature Scientific Reports" vor. Forschungsleiter Kenneth Lacovara von der Drexel Universität in Philadelphia erklärte, dass Wissenschaftler erstmals die Möglichkeit hätten, ein fast komplettes Skelett zu untersuchen - und zwar von einer der größten Kreaturen, die je auf der Erde gelebt haben.

Aus den gefundenen Knochen können die Wissenschaftler fast das ganze Skelett rekonstruieren - es fehlen nur einige Halswirbel und Teile des Kopfes. Gelebt hat der Riesen-Dino nach Schätzung der Wissenschaftler vor 66 bis 84 Millionen Jahren.

"Dieses unglaublich große und massive Tier musste sich vor nichts fürchten."

So viel steht fest: Er war ein Pflanzenfresser. Und er soll sich wenig bewegt haben, eben weil er so riesig war. Mit seinem elf Meter langen Hals konnte er gemütlich alles um sich herum abfressen - in allen Tiefen und Höhen. Und vermutlich hatte der Riesen-Dino aufgrund seiner Größe kaum Feinde. Deshalb auch der Name Dreadnoughtus schrani, "Angst vor nichts".