Hasskommentare auf Facebook, Schleichwerbung bei Youtube und nebenbei noch private Radio- und TV-Stationen überwachen: Der Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, eine der größten in Deutschland, hat viel auf dem Schreibtisch. Wir blicken hinter die Kulissen der Medienwächter.

In dieser Woche ist Tobias Schmid zu Gast in unserem Medienmagazin. Er leitet als Direktor der Landesanstalt für Medien NRW eine der größten Medienaufsichten in Deutschland. Anfang des Jahres hat Schmid diesen Job übernommen. Wir schauen mit ihm auf sein erstes Jahr und die Aufgaben eines Medienwächters. Ganz klassisch beaufsichtigen die Medienanstalten Privat-Radio und -TV. Dazu gehört die Lizenzvergabe, aber auch ob die Sender sich an Recht und Gesetz halten. 

Immer wichtiger werden für Medienanstalten aber auch Onlinethemen: Dazu gehört der Umgang mit Hasskommentaren auf Medienseiten. Tobias Schmid leitet eine Arbeitsgemeinschaft, an der auch Staatsanwälte, Polizisten und Vertreter von Medienhäusern in NRW teilnehmen. Bisher werden Hasskommentare meist nur gelöscht, wovon die Absender selten etwas merken. In einem Pilotprojekt in NRW sollen Hasskommentatoren angezeigt werden, was für sie eine Geldstrafe zur Folge haben kann.

Medienwächter trifft auf Youtube-Star 

Ein anderes großes Thema ist Schleichwerbung im Netz: Influencer schwärmen auf Youtube und Instagram über ihre "Lieblings"-Produkte, kassieren viel Geld und die Zuschauer merken oft nicht einmal, dass es sich um Werbung handelt. Tobias Schmid erklärt, was die Medienwächter gegen das Problem unternehmen werden. 

Darüber hat er vor Kurzem bei einer Veranstaltung auch mit Deutschlands bekanntester Influencerin Bibi von "Bibis Beauty Palace" diskutiert. Sie sagt zu ihrer Werbung: "Meine Zuschauer stört es nicht. Die finden es normal." Warum das Thema Werbung und Influencer dann doch nicht so einfach ist, erfahrt ihr in dieser Ausgabe von "Was mit Medien".

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