In den USA hat es wieder eine Schießerei mit mehreren Toten und Verletzten gegeben. Die Tat ereignete sich in Kalifornien, bei einer Feier in einer Einrichtung für behinderte Menschen.

Laut Polizei stürmten mehrere Bewaffnete um die Mittagszeit die Feier und schossen auf die Menschen im Raum. Als die Polizei eintraf, waren die Täter schon geflohen. Die Polizei lieferte sich dann eine Verfolgungsjagd mit einem Geländewagen, in dem die Verdächtigen gesessen haben sollen. Nach einer zehnminütigen Schießerei waren zwei Menschen, die in dem Auto saßen, tot, so der der Polizeichef von San Bernardino. Beide sollen Tarnkleidung getragen haben und mit automatischen Schusswaffen ausgerüstet gewesen sein. Die Polizei hat mittlerweile bestätigt, dass die beiden die Täter seien - ein Mann, 28 und eine Frau, 27. Der Mann soll US-Staatsbürger gewesen sein und hatte offenbar seit mehreren Jahren für eine US-Gesundheitsbehörde gearbeitet, die die Weihnachtsfeier ausgerichtet hatte.

Motiv noch unklar

Das Motiv ist weiter unklar. Allerdings hat die Polizei mittlerweile bestätigt, was Augenzeugen nach der Tat schon berichtet hatten: Der Mann soll sich bei der Feier gestritten haben, dann ist er wohl gegangen und bewaffnet zurückgekommen. Die Polizei sagt aber, dass es sich wohl trotzdem um keine spontane Tat gehandelt habe. Die Täter trugen militärische Uniformen und viele Waffen.

Jetzt gibt es viele Spekulationen, ob die Tat ein Terroranschlag war. Der mutmaßliche Täter war gläubiger Muslim, sagt sein Vater. Nach der Tat hatte der Schwager des Mannes eine Pressekonferenz einberufen und gesagt, dass er sich den Mord nicht erklären könne. Eine Kollegin wurde von Journalisten auch schon befragt. Sie beschrieb den mutmaßlichen Täter als Mensch, der nicht viel geredet und vor kurzem Elternzeit genommen habe. US-Präsident Barack Obama wirkte resigniert. Seit Jahren fordert er schärfere Waffengesetze.

Auf Twitter regen sich gerade viele User auf, dass der Name und die Hautfarbe entscheiden würden, wie eine Tat bewertet werde - ob es ein Lonely Wolf war oder ein Terrorist. Und es gibt wieder Diskussion über Waffen. Da sieht man in einem Cartoon einen Mann mit NRA-Logo auf dem T-Shirt, also von der Waffenlobby, der auf eine Blutlache schaut und sagt: Hoffentlich ist den Waffen nichts passiert. Und es gibt noch eine weitere Diskussion: Es gab nämlich am selben Tag noch eine Schießerei, in Savannah in Georgia, bei der mindestens ein Mensch starb. Darüber ist aber noch kaum etwas bekannt und darüber wurde auch kaum berichtet. Und einige Beobachter vermuten, dass es dafür vor allem einen Grund gebe: in Savannah starben Schwarze, in Kalifornien vor allem Weiße.