1,6 Kilogramm Müll produziert jeder Deutsche pro Tag - im Durchschnitt. DRadio-Wissen-Autor Christian Schmitt hat seinen Müll einen Tag lang gewogen und mit sich herumgeschleppt.

Angefangen damit hat der New Yorker Rob Greenfield. Seit zwei Wochen sammelt er seinen persönlichen Müll in Plastiktüten und schleppt ihn mit sich herum. Mittlerweile sind das schon 22 Kilo Abfall. Mit seiner Kunstaktion Trash Me will er darauf aufmerksam machen, wie viel Müll wir alle jeden Tag produzieren.

DRadio-Wissen-Autor Christian Schmitt hat die Aktion einen Tag lang nachgeahmt - und festgestellt: Müll vermeiden, ist ganz schön schwer. Es fängt schon morgens an: Die Milchtüte ist leer. Die muss Christian jetzt den ganzen Tag mit sich rumtragen. Und sie macht ganze 42 Gramm aus. Dazu kommt die Plastikverpackung von den Pilzen. Die wiegt nochmal 22 Gramm. In kurzer Zeit landen noch einen Kreditkartenabrechnung, eine leere Colaflasche aus Weichplastik und das ADAC-Kundenmagazin in der Mülltüte. Innerhalb von zwei Stunden kommt Christian so auf 800 Gramm Müll.

Christian stellt fest: Manchmal lässt sich Müll einfach nicht vermeiden. Um das in Zukunft doch zu tun, nimmt er sich vor:

  • Kein Gemüse aus dem Supermarkt kaufen, das in Plastik abgepackt ist.
  • Bei Getränken darauf achten, dass sie in Glasflaschen und nicht in Plastikflaschen abgefüllt sind.
  • Plastiktüten, wann immer es geht, vermeiden.
  • Frischen Kaffee benutzen, keine Kaffeekapseln.
  • Milchprodukte in Mehrweggläsern kaufen.

Wenn das alles mal nicht klappt, könnt ihr auch einfach Klamotten kaufen, die aus altem Plastik hergestellt worden sind. Darüber haben wir bei DRadio Wissen schon berichtet. Und um unser Gewissen noch ein bisschen mehr zu erleichtern: Es gibt sogar ein Bakterium, das sich von Plastik ernährt - und dieses in Zukunft schneller zersetzen könnte.

Zero Waste geht auch

Dass es auch komplett ohne Müll geht, zeigen Olga und Gregor Witt aus Berlin. Sie gehören zur Zero-Waste-Bewegung und waren vor einiger Zeit in der Redaktionskonferenz zu Gast.