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Albträume können ein Zeichen dafür sein, was im wachen Zustand mit uns los ist. Christina zum Beispiel träumt seit dem Corona-Lockdown krasser. "Die Psyche will mich unterhalten."

In die Tiefe stürzen oder wegrennen und nicht vom Fleck kommen - darum geht es zum Beispiel in Albträumen.

Es ist gut, sich daran zu erinnern, was man geträumt hat. Das sagt zumindest Christina Wolf, die zusammen mit einem Kollegen den Podcast "Während du schliefst. Der Traumpodcast" moderiert.

Dort besprechen sie die verrücktesten Träume von sich und Gästen und versuchen sich an Analysen. Auch den Traum, wegrennen zu wollen und es einfach nicht zu können, hat Christina immer wieder.

Da sie ihren Magister über Horrorfilme gemacht hat und dementsprechend viele von denen gesehen hat, freut sie sich meistens aber, wenn es nur um das Weglaufen geht.

"Seit Corona träume ich wilder, verrückter und auch brutaler. Ich glaube meine Psyche macht das um mich zu unterhalten, weil es ja gerade langweilig ist."
Christina Wolf, moderiert den Podcast "Während du schliefst. Der Traumpodcast"

Wenn man sich an den Albtraum erinnert, könne man sich fragen, womit er verbunden sein könnte, sagt Christina. "Ich überlege mir immer, ob ich zum Beispiel aktuell krass überfordert oder genervt oder frustriert bin. Welcher Konflikt ist das gerade in meinem Leben?"

Wie ein kleiner Film

Anders als Christina hatte Michael Schredl seit 50 Jahren keinen einzigen Albtraum mehr. Er ist wissenschaftlicher Leiter des Schlaflabors am Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim und erklärt den Albtraum als übertriebene Version von Dingen, die uns eigentlich sowieso schon beschäftigt haben. Wie wir unsere Träume kontrollieren können und ab wann wir eine Albtraumstörung haben könnten, erfahrt ihr im Podcast.

"Albträume sind eine dramatisierte Version von Gefühlen, die im Wachzustand ganz normal sind. Gelähmt zu sein bedeutet zum Beispiel festzustecken, etwas machen zu wollen, aber nicht zu können. Im Traum wird es dann einfach bildhaft und emotionaler wie ein kleiner Film umgesetzt."
Michael Schredl, wissenschaftlicher Leiter des Schlaflabors und außerplanmäßiger Professor am Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim

Wissenswertes zum Träumen

  • Warum wir überhaupt Albträume haben ist nicht ganz klar, Schlafforscher Michael Schredl vermutet aber, dass vor allem sensible Leute mit akutem Stress oder Veranlagung anfällig für diese sind.
  • Albträume haben aber übrigens einen positiven Nebeneffekt. Das haben Forscher von den Unis in Genf und Wisconsin rausgefunden. Demnach bereiten wir uns in Albträumen auf potenziell wirklich stattfindende Gefahrensituationen vor, die dadurch etwas an Schrecken verlieren.
  • Ein Weg, Albträume loszuwerden ist das luzide Träumen.

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