Für die Songtexte der neuen Platte "Interzone" hat Paul Pötsch eine neue Methode ausprobiert: "Schreiben ohne nachzudenken, Gehirn abschalten und Kontrolle abgeben". Herausgekommen ist eine offenere und lebendigere Sprache in den Songs.

"Interzone" hat die Band "Trümmer" innerhalb von acht Wochen geschrieben und aufgenommen. Dieses Mal hat Paul Pötsch, Sänger der Band, nicht alte Tagebucheinträge aus seiner Teenager-Zeit gewälzt, sondern nach der Methode "Écriture automatique" geschrieben. Paul beschreibt den Kreativprozess als "Schreiben ohne nachzudenken". Die Sprache überlässt er dabei sich selbst. "Dabei muss man auch an Grenzen gehen, Gehirn ausschalten und die Kontrolle abgeben", sagt Paul. Der Output bei dieser Methode sei viel besser. Er könne ungefähr 60 Prozent der Texte weiterverwenden, die so entstehen.

"Normalerweise liegt die Schrottquote bei 90 Prozent, wenn man schreibt."
Paul Pötsch, Sänger der Band "Trümmer"

Seit der Bandgründung habe er sehr viel erlebt und "da begibt man sich auch in die Interzone", sagt Paul. Gerade wenn die Bandmitglieder nachts unterwegs sind, auf Festivals herumhängen, neue Leute kennenlernen.

"Es geht darum diesen Zwischenzustand nicht mehr als etwas Beängstigendes oder Befremdliches zu sehen, sondern als etwas Tolles, was einen verändern kann."
Paul Pötsch, Sänger der Band "Trümmer"

Paul möchte sich nicht in dem abgesteckten Rahmen der Normalität bewegen, sondern die Chancen nutzen, die sich durch Veränderungen ergeben: "Okay, ich begebe mich jetzt auf Glatteis, ich weiß nicht genau was passiert, möglicherweise werde ich mich dadurch verändern, aber Veränderung ist etwas Gutes."