Nach der Rallye Dakar ist die Tuareg Rallye die zweitgrößte Dünen-Rallye der Welt. Sechs Studierende der Frankfurt UAS sind sie gefahren - ein Abenteuer, das Teamgeist, Durchhaltevermögen und eine gute Technik im Sand-Schaufeln erfordert.

Theoretisch wussten Sarah Auler und Klaus Nowak sehr viel über Dünen. Praktisch: Nichts. Doch das hielt die beiden Studierenden der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) nicht ab, an der Tuareg Rallye in Algerien teilzunehmen - zusammen mit vier weiteren Team-Mitgliedern aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen.

Zwei Fahrzeuge - einen Mitsubishi Pajero 3500 V6 und einen KIA Sorento - hat das sogenannte "REPIT-Team" im Rahmen eines Interdisziplinären Studium Generale-Moduls umgebaut und für die Tuareg Rallye fit gemacht. Im März 2019 ging es los.

"Wir sind gefühlt alle zehn Minuten stecken geblieben am Anfang und mussten dann leider buddeln."
Sarah Auler

Die größte Herausforderung: Herauszufinden, wie genau man die bis zu 30 Meter hohen Dünen anfahren muss. "Man kann das ja nicht üben in Deutschland", sagt Klaus Nowak. Fährt man zu langsam an, bleibt man stecken. Und "wenn man darüber hinwegschießt, dann überschlägt man sich - und zwar ganz übel."

Buddeln für Anfänger

Am Anfang hieß es für die Rallye-Neulinge daher vor allem: buddeln. Denn natürlich steckten die Wagen ziemlich häufig fest. Doch sie waren vorbereitet: Jedes Auto hatte zwei Schaufeln und zwei Sandbleche im Gepäck: "Nach zwei Tagen waren wir schon deutlich schneller beim Schaufeln."

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Orientierung in der Wüste

Straßenkarten oder Navis gab es bei der Rallye nicht - stattdessen ein Roadbook und ein GPS-Gerät, mit dem sich die Teilnehmer zurechtfinden müssen. Vertrauen zwischen Fahrer und Beifahrer spielt da eine große Rolle, meint Klaus Nowak. Denn einer schaut ständig auf die Geräte und gibt Kommandos, der andere hat nur die Straße im Blick.

"Wir haben viel Motivation gehabt - aber wenig Erfahrung."
Klaus Nowak

Dabei könne von "Straße" im eigentlichen Sinn keine Rede sein: Man fährt tagelang über kleine Wege und Pisten, die von Schlaglöchern durchsetzt sind, berichten die beiden. Klaus Nowak hat sich gleich zu Anfang mit seinem Auto überschlagen - ein Schock. Zum Glück wurde niemand verletzt und nach einer Wagen-Reparatur konnte es weiter gehen.

Eine Herausforderung fürs nächste Mal

Das zweite Auto hat die Tour allerdings nicht überstanden: Es fuhr in ein Sandloch, die Elektronik konnte nicht repariert werden. Darum fiel das Hochschul-Team am Ende auch aus der Rallye-Wertung heraus. Das Ziel für die nächste Rallye steht also fest: Dann wollen die Studierenden beide Wagen ins Ziel bringen - und so eine Platzierung bei der Rallye erreichen.