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Taxi-Konkurrenten wie Uber, Moia oder Freenow gibt es vor allem in den großen Städten. Auf dem Land sieht es dagegen mau aus. Das liegt auch an den rechtlichen Beschränkungen. Mit dem neuen Personenbeförderungsgesetz sollen neue Mobilitätsdienste gefördert werden. Das Gesetz sorgt zwar für mehr rechtliche Sicherheit, doch von den Anbietern gibt es auch Kritik.

App runterladen, Strecke eingeben und innerhalb weniger Minuten günstig ans Ziel kommen – das ist das Konzept der digitalen Fahrtenvermittler. Damit sind sie eine starke Konkurrenz für klassische Taxi-Unternehmen. Jetzt gibt es für diese Anbieter erstmals rechtliche Regelungen. Die Fahrdienste bekommen mehr Freiheiten, es gibt aber auch Vorschriften und Nachteile.

"Die Anbieter kritisieren am Gesetz, dass die Rückkehr zum Betriebsort immer noch verpflichtend ist."
Jan Bungartz, Deutschlandfunk Nova Wissensnachrichten

Ein großer Kritikpunkt: Die Rückkehr zum Betriebsort ist immer noch eine Pflicht für die Shuttledienste. Das bedeutet, dass die Fahrerinnen und Fahrer eines Mietwagens nach einer Fahrt zu einem bestimmten Ort zurückkehren müssen, erklärt Jan Bungartz von den Deutschlandfunk Nova Wissensnachrichten. Sie dürfen also nicht spontan auf dem Rückweg neue Aufträge annehmen und durchführen.

In Zukunft Lockerungen möglich

Diese Regelung könnte in Zukunft etwas aufgeweicht werden. Denn: Städte und Gemeinde dürfen dann zusätzliche Rückkehrorte einführen. Trotzdem bedeutet das für die Anbieter, dass sie auch in Zukunft mehr Leer-Fahrten zurücklegen müssen als klassische Taxi-Unternehmen. Damit sollen die nämlich geschützt werden, so unser Experte.

"Eine weitere Neuerung: Das Gesetz macht es möglich, sich mit anderen Nutzerinnen und Nutzern eine Fahrt zu teilen."
Jan Bungartz, Deutschlandfunk Nova Wissensnachrichten

Was Moia in Hamburg, Berlkönig in Berlin oder Clevershuttle in Düsseldorf als Experiment schon testen konnten, wird mit dem neuen Personenbeförderungsgesetz nun auch rechtlich wirksam: Sammelfahrten. Damit ist es möglich, sich mit anderen Nutzerinnen und Nutzern eine Fahrt zu teilen, erklärt Jan Bungartz.

Hoffnung auf neue Anbieter

Mit den konkretisierten Regeln sollen auch neue Anbieter angelockt werden. Damit das Angebot gerade auch in ländlichen Regionen wächst. Die Sorge vieler bestehender Anbieter ist allerdings, dass der Service eingeschränkt werden könnte, wenn nun Gemeinde und Städte eigene Regeln aufstellen dürfen.