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Der russische Präsident nutzt die innenpolitische Krise aus, um für Russland so viel wie möglich herauszuschlagen.

Am 30. März gibt es auf der Krim ein Referendum, die Bevölkerung kann über ihre Zukunft abstimmen. Derzeit sieht es so aus, als würde sie sich für die Unabhängigkeit von der Ukraine entscheiden. "Das heißt aber nicht, dass die Krim sich automatisch Russland anschließt“, sagt Stephan Laack, unser Korrespondent in Moskau.

So russisch wie möglich

Trotzdem: Die Krim soll so russisch wie möglich werden. Der russische Präsident Wladimir Putin nutze die innenpolitische Krise aus, um für Russland so viel wie möglich herauszuschlagen, erklärt Laack. Immerhin sei hier die russische Schwarzmeerflotte stationiert, strategisch ist die Krim also von großer Bedeutung für Russland.

Außerdem arbeite Putin an einer Eurasischen Union, einer großen Zollunion ehemaliger Sowjetrepubliken unter der Führung Russlands. Dieser Plan habe mit dem Machtwechsel in der Ukraine und dem Abgang von Janukowitsch einen herben Dämpfer bekommen. Viele Beobachter seien deshalb überzeugt – Putin gehe es nun auch um Gesichtswahrung.