Der Präsident des FC Bayern München akzeptiert das Urteil, das gegen ihn ergangen ist. Er legt alle seine Ämter nieder.

Gestern war Uli Hoeneß vom Münchner Landgericht wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Seine Anwälte hatten danach eigentlich erklärt, dass sie in Revision gehen wollen. Davon sieht Hoeneß jetzt ab. Er schreibt, er wolle das Urteil - so wie es ist - annehmen.

Ob das Urteil endgültig ist, ist aber trotzdem noch nicht entschieden. Auch die Staatsanwaltschaft kann noch Revision einlegen, wenn sie eine höhere Strafe durchsetzen will. Die Staatsanwaltschaft hat erklärt, dass sie Anfang nächster Woche darüber entscheiden will.

Auch für den FC Bayern hat das Urteil gegen Hoeneß Konsequenzen. Hoeneß hat heute auch erklärt, dass er von all seinen Ämtern bei dem Verein zurücktritt. Der FC Bayern hat schon reagiert: Neuer Vorsitzender im Aufsichtsrat wird Herbert Hainer. Er war schon vorher Mitglied im Aufsichtsrat und ist im Hauptberuf Chef von Adidas. Ein neuer Präsident wird in den nächsten Wochen von den Vereinsmitgliedern gewählt.

So gefährlich ist Extremsport

Für uns sind diese Sportarten ganz normal – aber wenn die Sportschau über Skateboarden, Snowboarden oder Mountainbiken spricht, wird immer noch von Extremsportarten gesprochen. Klar ist: Die Verletzungen die sich Sportler auf dem Skateboard oder dem Moutainbike zuziehen, sind meist nicht ohne. Da geht es meist nicht um verstauchte Knöchel, sondern um ernstere Sachen. Unfallchirurgen und Orthopäden aus den USA haben solche Verletzungen ausgewertet.

Die Studie zeigt: Wer Extremsportarten ausübt, der hat ein besonders hohes Risiko, sich dabei am Kopf oder am Nacken zu verletzen. Untersucht wurde der Zeitraum zwischen 2000 und 2011, in dem insgesamt vier Millionen Verletzungen registriert wurden. Und immerhin jede zehnte Verletzung betraf den Kopf- und Nacken. Bei solchen Unfällen sind natürlich schlimme Folgeschäden möglich.

Am häufigsten haben sich Skateboarder am Kopf und Nacken verletzt. Sie haben auch das höchste Risiko, sich den Schädel zu brechen. Ärzte raten deshalb, beim Skaten einen Helm zu tragen. Ein Helm könne den entscheidenden Unterschied machen, ob sich der Skater den Schädel bricht oder nur eine Gehirnerschütterung holt. Allerdings muss das Ganze auch relativiert werden: Nicht alle Verletzungen an Kopf und Nacken müssen böse ausgehen. In der Studie fielen nur bei 2,5 Prozent der Fälle die Verletzungen schwer aus.

Was sonst noch wichtig war:

  • In zwei Tagen entscheiden die Menschen auf der ukrainischen Halbinsel Krim, ob sie zu Russland gehören wollen. Die Lage ist deswegen schon länger angespannt. Und der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zeigt sich nicht nur auf der Krim, sondern mittlerweile auch im Osten der Ukraine.
  • Die NSA-Affäre hat ein Nachspiel im deutschen Parlament. Im Bundestag soll es einen Untersuchungsausschuss geben, und der soll prüfen, wie genau der US-Geheimdienst in Deutschland Telefon- und Internetdaten ausgespäht hat.
  • Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben in Niedersachsen erste Warnstreiks begonnen. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi haben Hunderte Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Für die kommende Woche sind auch für Nordrhein-Westfalen viele Warnstreiks angekündigt.