Lieber pietätlos als pilzlos, sagt sich Martina Preiner. Sie will Pilze sammeln, mitten in der Stadt. Dafür geht sie auf den Friedhof und findet Pilze in Unmengen. Auch viele giftige.

Der Melatenfriedhof ist Kölns Zentralfriedhof. Dort macht sich Martina auf Pilzsuche. Und sie wird schnell fündig. Sie hat rasch ein Kilogramm zusammen.

Mit Pilze-App auf den Friedhof

Darunter sind Röhren- und Lamellenpilze. Mit einer Pilze-App versucht sie ihren Fund zu bestimmen. Und die Software sichert sich ab: Vor dem endgültigen Download muss Martina bestätigen, dass der Verzehr von Pilzen auf ihre persönliche Kappe geht. Haftung ausgeschlossen.

"Friedhof ist immer gut für Pilze."
Daniel Frank, Pilzberater

Aber dafür gibt es Daniel Frank. Der geht auch gerne in Pilze. Besonders Friedhöfe kann er empfehlen. Dort lassen sich sehr skurrile Pilze finden, so Frank. Großer Vorteil: Frank ist Pilzberater.

Auf einem grünen Tuch mit Eulenmuster liegen Lamellenpilze - weiße und braune.
© Martina Preiner
So sieht der Pilzfund von Martina aus bevor der Pilzexperte aussortiert hat.

Von dem Kilogramm Pilze, das Martina gesammelt hat, bleiben nach einer scharfen Kontrolle durch Frank nur 15 Gramm übrig. Aussortiert wird vor allem der giftige Champignon, davon hat Martina reichlich gesammelt. Dafür bleibt der Anhängsel-Röhrling übrig, der landet in der Pilzpfanne.