Gleich in zwölf Bundesstaaten finden am Super Tuesday Vorwahlen statt - mit dem Ziel, Delegierte zu wählen, die dann wiederum die Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahl wählen. Dieser ganze Aufwand hat historische Gründe.

Er ist einer der wichtigsten Tage im Kalender der US-Vorwahlen: der Super Tuesday. In gleich zwölf Staaten wird gewählt: Alabama, Alaska, Arkansas, Colorado, Georgia, Massachusetts, Minnesota, Oklahoma, Tennessee, Texas, Vermont, Virginia und im Außengebiet Samoa. Dabei wählen die Bürger in diesen Staaten Partei-Delegierte, die dann - wenn alle Vorwahlen in allen Bundesstaaten vorbei sind - den Kandidaten ihrer Partei für die US-Präsidentschaftswahl im Herbst 2016 bestimmen.

" Die Vorwahlen in den USA sind ein historisch gewachsenes Demokratieelement."
USA-Korrespondent Marcus Pindur

Frage an unseren USA-Korrespondenten: Was soll eigentlich dieser ganze Aufwand? "Ende des 19. Jahrhunderts kam in den USA eine politische Strömung auf, die versucht hat, die Entscheidung über den jeweiligen Kandidaten aus den Hinterzimmern der Parteieliten herauszuholen", erklärt Marcus Pindur "und den Parteimitgliedern und vor allem den Bürgern ein Mitspracherecht zu geben." Dieses Prozedere habe sich bis heute gehalten.

Darum gibt es den Super Tuesday

Nächste Frage: Warum wird am Super Tuesday plötzlich in so vielen Staaten auf einmal gewählt - wo doch vorher und auch nachher mal in dem einen, mal im anderen Bundesstaat gewählt wird? "Das ist eine relativ moderne Erfindung", sagt Marcus Pindur, "1988 haben sich erstmals sechs Staaten im Süden der USA zusammengetan, um ihr Gewicht im präsidentiellen Nominierungsprozess zu erhöhen." Daraus seien mit der Zeit zwölf Staaten geworden, in denen am Super Tuesday gewählt wird.

"Am Sonntag ging man früher in die Kirche, den Montag brauchte man für die Anreise - und am Dienstag wurde dann gewählt."
USA-Korrespondent Marcus Pindur erklärt, warum der Super Tuesday Super Tuesday heißt

Unser Korrespondent geht davon aus, dass aus dem diesjährigen Super Tuesday bei den Demokraten die Kandidatin Hillary Clinton gestärkt hervorgeht. "Bei den Republikanern liegt laut Umfragen in fast allen Staaten, in denen gewählt wird, Donald Trump vorne - die sind allerdings nicht besonders genau."