Vanille gehört immer noch zu den beliebtesten Eissorten in Deutschland. Die Stiftung Warentest hat jetzt aber herausgefunden: Wo Vanilleeis draufsteht, ist oft gar nicht mal so viel Vanilleeis drin.

Swantje Waterstraat war an der aktuellen Untersuchung für die Stiftung Warentest beteiligt. Das letzte Mal wurde Vanilleeis 2009 getestet. Das Ergebnis damals: In Vanilleeis aus dem Supermarkt waren nur geringste Mengen Vanille drin, wenn überhaupt Vanille drin war. Das hat sich 2019 deutlich verbessert. Bei den meisten Anbietern ist, wo Vanilleeis draufsteht, auch tatsächlich Vanille drin.

Ob ein Vanilleeis wirklich qualitativ hochwertig ist, lässt sich allerdings nur schwer von außen erkennen, sagt Swantje Waterstraat. Denn weder die Farbe - das Gelbe stammt meist von Karotinen - noch die schwarzen Pünktchen im Eis sind ein Qualitätsmerkmal. Die stammen zwar von Vanilleschoten, die wurden aber vorher bereits zur Aromaherstellung verwendet, haben also kaum noch eigenes Aroma.

Viel Luft, wenig Eis

Zur Orientierung gibt Swantje Waterstraat folgende Tipps:

  • Nur in Eiscreme ist auch Milch, beziehungsweise Milchfett drin.
  • In Eis können andere Fette enthalten sein, wie z.B. Kokosfett.

Eine gute Nachricht gibt's auch: Palmfett wird in den meisten Eissorten aus dem Supermarkt nicht mehr verwendet. Dafür ist neben Fett, Vanille und Zucker mitunter auch viel Luft enthalten. Die macht das Eis cremiger. Faustformel: Je cremiger das Eis, selbst wenn es direkt aus dem Gefrierfach kommt, desto mehr Luft ist drin. Manchmal ist sogar mehr Luft als Eismasse in der Verpackung. Wer sicher sein will: Kommt das Eis hart aus dem Gefrierfach und lässt sich erst nach 10-15 Minuten aus der Verpackung löffeln, ist wenig Luft drin - und viel Eis.