Elektroautos sind die Zukunft. Geht es nach der Bundesregierung, sollen bis 2022 rund Million Elektroautos auf unseren Straßen rollen. Junge Menschen, Azubis und Studenten, die sich vielleicht zum ersten Mal ein Auto kaufen wollen, sollten mit der Anschaffung vielleicht noch ein paar Jahre warten. Dann stimmt auch der Preis und die Umweltbilanz.

Wer sich heute einen elektrischen Kleinwagen kaufen will, muss dafür derzeit um die 25.000 Euro zahlen. Ein vergleichbarer Benziner kostet dagegen rund 15.000 Euro, sagt Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center Automotive Research der Uni Duisburg-Essen. Damit Elektroautos auch für junge Leute eine Option werden, müssen die Hersteller an den Preisen arbeiten. Und das werden sie, meint Dudenhöffer. Er rechnet damit, dass die Autos ab 2021 deutlich erschwinglicher werden und es dann auch zu einem Boom kommen werde.

"Wir gehen davon aus, dass nach 2021 Elektroautos auch für junge Leute erschwinglicher sind und dann mehr verkauft werden."
Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center Automotive Research der Uni Duisburg-Essen

Auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt gibt es derzeit keine Schnäppchen und insgesamt zu wenig Angebote. Die meisten Autos gelangen über Autovermietungen und Car-Sharing-Anbieter in den Gebrauchtwarenhandel. Laut Dudenhöffer werden bisher aber viel zu wenige Autos in deren Fuhrparks elektrisch betrieben. Darum hält der Autoexperte eine Elektroquote für Verleiher und Car-Sharing-Anbieter für eines der wirksamsten Mittel, um letztlich mehr E-Autos auf die Straße zu bekommen.

Zu wenig Aufladestationen

Neben den hohen Anschaffungskosten ist auch die Infrastruktur der Ladestationen ausbaufähig. Auf dem Land, aber auch in den Großstädten, fehlt es an ausreichend Möglichkeiten, Elektroautos aufzuladen. Immerhin habe es die Politik verstanden, dass sie erst mal Ladestationen bauen muss, damit Elektroautos attraktiver werden, so unsere Reporterin Krissy Mockenhaupt.

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Elektroautos gelten als umweltfreundlich, aber ganz so einfach ist es nicht. Noch nicht. Wie ökologisch die E-Autos sind, hängt zum Beispiel davon ab, welcher Strom getankt wird, sagt Ferdinand Dudenhöffer. Immerhin werden die meisten Ladestationen zum größten Teil mit grünem Strom betrieben. Bleiben noch die Batterien. Vor allem treiben sie die CO2-Bilanz der Elektroautos in die Höhe.

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Doch auch die Batteriezellen werden in Zukunft mit nachhaltiger Energie produziert und nicht etwa mit Kohlestrom aus Polen, sagt Dudenhöffer. Spätestens dann stimmt es auch mit der Umweltbilanz der Elektroautos.

"Die Umweltbilanz wird deutlich besser und heute ist schon für den, der grünen Strom tankt, das Elektroauto sauberer als alles, was es sonst gibt."
Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center Automotive Research der Uni Duisburg-Essen