Verliebt und gleichzeitig achtsam sein, ist kein Selbstläufer. Dabei können sich die Zustände gut ergänzen.

Wenn wir verliebt sind, stehen wir neben uns. Wir können manchmal nicht essen oder schlafen, können uns schlecht konzentrieren – und sind dann meistens auch nicht achtsam.

"Psychologen vergleichen Verliebtsein mit Suchtverhalten, manche nennen es auch Wahn oder Zwangsverhalten. Man ist extrem glücklich, und wenn man nicht mit dieser Person zusammen ist, hat mich richtige Entzugserscheinungen."
Main Huong

Main Huong und Diane besprechen in dieser Woche, was eigentlich im Gehirn passiert, wenn wir verliebt sind, und wie wir trotz des Ausnahmezustandes achtsam mit der Situation umgehen können. Zum Beispiel:

  • Bewusst wahrnehmen, was passiert. Es ist ja ein schönes Gefühl, was viel Energie freisetzt und uns motiviert.
  • Bewusst die Bandbreite aller Gefühle wahrnehmen und benennen – manchmal sind auch Zweifel (an den anderen, an einem selbst) und Ängste dabei, etwa die Angst, dass es schief gehen könnte.
  • Außerdem können wir uns immer wieder in uns verankern, etwa mit unserem Atem und anderen Achtsam-Techniken.
    Wer verliebt ist, produziert das Belohnungshormon Dopamin und viel vom Glückshormon Serotonin. Das ändert sich aber über die Jahre.
"Oxytocin ist das Verbindungshormon, das auch bei der Geburt ausgestoßen wird, damit Kind und Mutter eine Verbindung zueinander aufbauen. In Langzeitbeziehungen wird es ebenfalls aufgebaut und entsteht, wenn wir Sex haben, wenn wir kuscheln, uns umarmen und innig miteinander sind."
Diane

Main Huong und Diane haben Schreibübungen mitgebracht und Studien darüber, dass Verliebtsein Stresshormone verringert.

Ihr habt Anregungen, Ideen, Themenwünsche? Dann schreibt uns gern unter achtsam@deutschlandfunknova.de