Marco Maas ist Datenjournalist. Im Selbstversuch erkundet er die Vor- und Nachteile des intelligenten Wohnens. Er hat 118 Geräte in seiner Wohnung, die mit einander vernetzt sind. Datenschützer warnen vor dem, was viele von uns fasziniert.

Bequemlichkeit verspricht das Smart Home: Wenn Marco Maas in W-Lan-Reichweite ist, erhält seine Wohnung ein Signal. Daraufhin geht das Licht in seiner Wohnung an, wenn es draußen bereits dunkel ist, und die Heizung reguliert sich auf eine angenehme Temperatur. Mit CO2-Sensoren und Bewegungsmeldern kann Marco feststellen, wie viele Menschen sich in einem Raum aufhalten und, ob sie sich bewegen oder auf dem Sofa abhängen. Das alles erfährt er, während er kilometerweit weg im Büro am Schreibtisch sitzt - seine Freundin ist nicht so begeistert von diesen technischen Innovationen.

"Wie definieren wir Vertrauen, wenn ich weiß, wann jemand Zuhause ist. Was macht das mit uns, mit unseren Beziehungen und der Gesellschaft insgesamt?"

Mit 118 Geräten kann Marco viele Daten aufzeichnen: wie viel er sich bewegt, wann er Musik anschaltet, wie lange er das Internet nutzt. Anhand dieser Informationen kann er wiederum ein Profil eigener Gewohnheiten erstellen. Seit zwei Jahren arbeitet Marco mit einem Team von Programmieren zusammen, um festzustellen, welche dieser Daten, zu welchem Zweck genutzt werden können. Viele Hersteller speichern bereits diese Daten, um sie in Zukunft beispielsweise für Marketingzwecke zu nutzen.