Der Paketdienst Hermes setzt nicht auf fliegende Drohnen, sondern auf fahrende Roboter. Im Gegensatz zur Drohne braucht der Roboter nur wenig Technik.

Wie kommt euer Paket zu dem von euch gewünschten Zeitpunkt von einer zentralen Paketstelle zu euch, ohne dass ein Laster mit Fahrer vorfahren muss? Jedenfalls nicht durch die Luft, schließt der Paketdienst Hermes und testet gerade fahrende Roboter in Hamburg. Diese Roboter sehen im Prinzip aus wie kleine Kühlboxen für den Strand. Sie sind etwa einen halber Meter hoch und haben sechs Räder.

"...bin gleich da."

Das Paket wird zunächst von einem Fahrer zu einer Paketstation gebracht. Gebt ihr dann euren Wunschtermin an, macht sich der Roboter von dieser Paketstation auf den Weg. Er rollt dabei in schneller Schrittgeschwindigkeit und fährt allein durch die Stadt. Dabei nutzt er Straßen, Zebrastreifen und Kreuzungen. Kurz vor der Ankunft bekommt ihr eine SMS mit der Nachricht "bin gleich da".

Wie weit ist das ganze Projekt?

Nach bereits abgeschlossenen Tests in in London, Washington und Tallinn wird der kleine Lieferant nun in Hamburg getestet. Viele Probleme sind dabei allerdings ohnehin nicht zu erwarten, denn es handelt sich bei den rollenden Lieferanten um alles andere als Raketentechnik: So ein Roboter ist im Prinzip nur ein Gefährt mit Rädern und Akku, GPS-Modul und Kameras.

Der Unterschied zur Drohne

Auch das Sicherheitskonzept ist weniger anspruchsvoll als bei einer Paketdrohne. Und genau darin könnte der große Vorteil dieser fahrenden Roboter liegen. Denn im Fall eines Defekts fällt keine Technik vom Himmel. Und wenn der Roboter sich verirrt, dann auf jeden Fall nicht im Luftraum. In der Nähe eines Flughafens beispielsweise. Aber der rollende Roboter ist auch langsamer.

Wenn die LKW künftig tatsächlich durch diese fahrende Roboter ersetzt werden, werden uns künftig wohl einige Roboter auf der Straße entgegen rollen.