Robert Feik kann links, rechts und zentrales Mittelfeld aufgestellt werden. Der 29 Jahre alte Profifußballer ist sogar beidfüßig. 2013 wurde sein Marktwert bei Transfermarkt.de auf 25.000 Euro geschätzt. Problem: Zurzeit hat Robert keinen Verein.

Robert hat unter anderem in der ersten Liga in Ungarn gekickt. Außerdem in Griechenland und den Niederlanden. Mit 29 haben Profi-Kicker nur noch ein paar Jahre in ihrem Job vor sich. Dann ist Schluss. Im unangenehmsten Fall ist Roberts Karriere vielleicht jetzt schon vorbei. Im Moment trainiert er bei den vertragslosen Spielern mit - das ist ein Angebot der Spielergewerkschaft. 

"Die ungewisse Zukunft nagt schon an einem. Aber ich bin optimistisch, dass es wieder hinhaut."
Robert Feik, Fußballprofi

Im Trainingscamp der Spielergewerkschaft waren 26 arbeitslose Profi-Kicker. Ein prominenter Trainer hat sie fit gehalten: Peter Neururer, einst beschäftigt unter anderem beim FC Schalke 04, Hertha BSC, Hannover 96 oder dem 1. FC Köln.

Arbeitslose Sportler

Die Stimmung sei gut gewesen bei den Trainingseinheiten und den gemeinsamen Mahlzeiten, erzählt Robert. Aber je länger die Arbeitslosigkeit dauere, desto schlechter werde natürlich auch die Laune. Doch so weit sei es noch nicht gekommen.

"Es heißt nicht jeder Robben und Ribery."
Robert Feik, Fußballprofi

Im Millionenbereich habe er sich leider noch nie bewegt, sagt Robert. Daher schraube er seine Ansprüche natürlich runter. So einfach, dass man mal anruft bei einem Verein und denen mal ein Video von sich vorspielt (oder so ähnlich), ist es leider nicht, weiß Robert. "Sonst würde ich jetzt gleich Uli Hoeneß anrufen und morgen bei den Bayern vor der Tür stehen."

Plan B

Sollte es nicht mehr klappen mit dem Profi-Fußball, hat Robert einen Plan B in der Tasche: Er hat Groß- und Außenhandelskaufmann gelernt – und ist seinem Vater dankbar, dass der ihn "damals dazu gezwungen" hat. In seinen Beruf zurückkehren möchte er aber eigentlich noch nicht.