Instagram, Snapchat und Teams? Microsoft Teams will eine Art soziales Netzwerk am Arbeitsplatz einführen, eine Plattform, die auch der Unterhaltung dient und damit den Übergang zur privaten Nutzung schafft.

Eine sozialere und persönlichere digitale Kommunikation im Unternehmen sowie ein stärkeres Miteinander – das erhofft man sich laut Microsoft durch den Ausbau von Teams. "Gleichzeitig ist das ein weiterer Baustein, Teams auch im Privatleben zu integrieren", sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporter Andi Noll.

"Man soll Teams auch als Unterhaltungsplattform, als zentrales soziales Netzwerk nutzen."
Deutschlandfunk-Nova-Netzreporter Andi Noll über Viva Engage

"Teams soll zum neuen Facebook werden, wenn man so will – und genauso sieht Viva Engage auch aus", sagt Andi Noll. Man legt bei Engage, wie bei Facebook, ein eigenes Profil an – mit rundem Profilbild.

Facebook-Klon mit "Zwangsmitgliedschaft"

In der Timeline, die dort Storyline heißt, erscheinen Neuigkeiten und Storys von den Kolleg*innen – sofern man ihnen folgt. Als Reaktionsmöglichkeit darauf stehen beispielsweise der "Daumen hoch" oder Herzchen zur Auswahl.

"Die Idee dahinter ist, dass man – wie bei Insta oder Facebook – Momente aus dem privaten Leben mit dem Unternehmenspublikum teilt", sagt der Deutschlandfunk-Nova-Reporter. Wie bei anderen Plattformen auch löscht sich bei Engage die Story nach 24 Stunden.

Ein großer Vorteil aus Sicht von Microsoft ist bei Teams die "Zwangsmitgliedschaft". Denn das Programm wird mittlerweile standardmäßig gleich installiert, wenn Windows neu auf einen PC aufgespielt wird. Wer bei einer Firma arbeitet, die Teams zur Unternehmenskommunikation nutzt, ist sozusagen Zwangsmitglied im Netzwerk.

"Das ist eine Kampfansage an die Konkurrenz."
Deutschlandfunk-Nova-Netzreporter Andi Noll über Viva Engage

Bis Viva Engage verfügbar sein wird, wird es allerdings noch etwas dauern – und auch dann müssen Unternehmen die Funktion zunächst einmal freischalten. "Es wird sicher viele Firmen geben, die das gar nicht haben wollen", sagt Andi Noll. "Aber eine Kampfansage an die Konkurrenz ist das allemal. Zumal der Markt trotz der etablierten Marken weiter umkämpft ist."