Was aus deutschen Hähnen läuft, ist sehr gut. Und dabei ist es nicht so wichtig, ob ihr in der Großstadt oder direkt neben der Bergquelle wohnt.

In ganz Deutschland ist das Trinkwasser unglaublich gut, sagt Philip Heldt von der Verbraucherzentrale NRW. Fast alle Städte übertreffen das, was die Trinkwasserverordnung vorgibt.

Philip Heldt versichert: In den vergangenen Jahrzehnten ist das die Trinkwasserqualität gleichbleibend gut geblieben. Allerdings hat sich die Analytik stark verbessert, sodass Wissenschaftler mittlerweile selbst geringste Mengen an Schadstoffen finden - und so Verbraucher oft verunsichern.

"Wir haben in Deutschland weiterhin eine hohe Wasserqualität. Zugleich wird die Analytik, um Schadstoffe nachzuweisen immer besser."
Philip Heldt von der Verbraucherzentrale NRW über Trinkwasser

Wie gut das ist, was aus dem Hahn fließt, hängt zum einen vom Rohwasser ab. Und dabei ist natürlich von Vorteil, wenn in bergigen Regionen Wasser schon in guter Qualität aus der Quelle sprudelt. Im Anschluss folgt dann der Vorsprung durch Technik: Und hier hat sich einiges getan. Mittlerweile lässt sich auch schlechtes Ausgangswasser in gutes Trinkwasser verwandeln.

Bei allem Filtern und Reinigen dürfen im Trinkwasser natürlich nicht die Mineralstoffe auf der Strecke bleiben. Auch einige Bakterien müssen nicht unbedingt raus. Trinkwasser ist nicht keimfrei, sagt Philip Heldt. Anders sieht die Sache natürlich bei Schwermetallen, Medikamentenspuren oder Pestiziden aus, die nach Möglichkeit nicht im Trinkwasser mitschwimmen sollen.

Keine Panik bei Kalk

Kompliziert wird die Sache beim Kalk: Während ihn die Verbraucher als riesiges Ärgernis wahrnehmen, bereitet er Wissenschaftlern keine schlaflosen Nächte. Im Gegenteil: Kalk besteht aus Kalzium - ein wichtiges Spurenelement für den Aufbau von Knochen und die Funktion der Nerven. Und selbst die störenden Flecken lassen sich relativ leicht mit Zitronensäure entfernen.