Warum der spektakuläre Sport im deutschen Fernsehen keine Rolle spielt - und weshalb viele Sportler ihrer eigenen WM fern bleiben.

Wintersport im Fernsehen: Bobfahren, Biathlon, Skispringen - aber fast keine Snowboarder. Und das, obwohl die gerade ihre Weltmeisterschaft in Kreischberg in Österreich austragen.

Das ist schade, sagen wir - und sagt Sportreporter Kilian Medele. Denn der Sport ist sehr spektakulär. Zum Beispiel der Snowboard-Cross: vier Fahrer, Steilwände, Schanzen. Ehrlicher Rennsport mit Körperkontakt. Und dann sind da noch die Wettbewerbe in der Halfpipe, bei denen die Sportler durch die Luft fliegen.

"Viele Snowboarder haben keinen Bock bei einer Veranstaltung mitzufahren, die von einem Skiverband organisiert wird."
Kilian Medele vom Bayerischen Rundfunk

Ein möglicher Grund für die die Fernsehabstinenz: Die Deutschen sind meistens nicht dabei, wenn die Medaillen verteilt werden. In Kreischberg hatte sich der Deutsche Konstantin Schad im Snowboard-Cross gute Chancen ausgerechnet. Am Ende reichte es aber nur für Platz 19. Wobei man wissen muss, dass in dieser Disziplin viel Zufall mit im Spiel ist, anders als im alpinen Rennsport.

Topstars wie Shaun White gehen in Österreich allerdings nicht an den Start. Sie haben keine Lust, bei einer Veranstaltung mitzufahren, die vom Skiverband FIS organisiert wird. Stattdessen treten sie lieber bei den X-Games an, die diese Woche in Aspen beginnen.