Sie haben sympathische Namen, aber sie hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Im vergangenen Jahr hat zum Beispiel Orkan Ela das Rheinland heimgesucht. Und neben abgedeckten Häusern sind es vor allem umgeknickte Bäume, die zurückbleiben. Fallen die Stürme immer heftiger aus, oder pflanzen wir einfach die falschen Bäume?

Auf jeden Fall wurden Fehler gemacht, sagt Silke Thyssen, Projektleiterin von "neue Bäume für Düsseldorf". Kurz zusammengefasst heißt das: der falsche Baum am falschen Standort. In einer engen Straßenschlucht könne eine Krone schnell zu groß werden. Und dann ist da noch die Sache mit der Klimaveränderung. Ein Baum, der als Setzling noch in unseren Breiten am richtigen Platz wurzelte, ist in voller Pracht Jahrzehnte später in Mitteleuropa auf einmal ein Fremdkörper.

Bei der Pappel ist nach 80 Jahren Schluss

So ist heute klar, dass die Pappel besonders windanfällig ist. Nach dem Krieg war dieser Baum aber der Bewuchs der Wahl. Weil das Gehölz aus der Weichholzaue sehr schnell wächst. Allerdings ist bei der Pappel nach 80 Jahren Schluss, während eine Linde auch nach mehreren Hundert Jahren noch austreibt.

Was die Krone über die Wurzel aussagt

Weil Deutschland immer häufiger immer heftige Stürme heimsuchen, müssen Städte und Gemeinden reagieren. Die Stadt Düsseldorf hat eine Zukunftsbaumliste aufgestellt. Die neuen Stadtbäume stammen eher aus südlicheren Gefilden - aus Asien oder dem südlichen Nordamerika. Wer jetzt um die heimische Flora fürchtet - auch alte Bekannte wie Ahorn, Hainbuchen oder Eichen werden noch gepflanzt - man muss nur den richtigen Standort für sie finden, sagt Silke Thyssen. Um eine ungefähre Vorstellung davon zu bekommen, wie viel Platz ein Baum braucht - einfach in die Krone schauen. So weit wie sich die Äste verzweigen, will auch die Wurzel unter der Erde austreiben.