Der N-TV-Moderator Constantin Schreiber und die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali haben hautnah den Hass von Pedida und AfD erlebt. Sie berichten über die derzeitigen Schattenseiten ihrer Arbeit. Außerdem: Die Verflechtungen von Sportjournalisten und DFB. Das und mehr in Eine Stunde Was mit Medien.

Mit "Marhaba - Ankommen in Deutschland" hat N-TV das erste Programm in Deutschland, das sich auf Arabisch an Flüchtlinge und Zuwanderer aus dem Nahen Osten richtet. Moderiert wird es von Constantin Schreiber, der auch im ägyptischen Fernsehen mit einer eigenen Sendung zu sehen ist und neuerdings auch mit Al Jazeera zusammenarbeitet. Für "Marhaba" gibt es nicht nur Anerkennung, sondern es erreichen Schreiber auch hässliche Kommentare, die voller Fremdenfeindlichkeit sind. Diese Erfahrung machen derzeit alle Journalisten, die sich mit Flüchtlingen in ihrer Arbeit beschäftigen.

Für Aufsehen sorgte eine Reportage von ZDF-Moderatorin Dunja Hayali, die bei einer AfD-Demo in Erfurt erstaunliche Interviewsequenzen mitbrachte. Fremdenhass ist hoffähig geworden. Schreiber und Hayali diskutieren in dieser Ausgabe Was mit Medien, wie Journalisten diese Herausforderung meistern können.

Zu nah dran?

Im zweiten Thema dreht es sich um ein weiteres aktuelles Problem im Journalismus: Distanzlosigkeit. Die Enthüllungen rund um den DFB und die Ungereimtheiten der Vergabe der Fußball-WM 2006 haben die Befangenheit so mancher Sportjournalisten gezeigt. Seit Jahren sind sie auf Du und Du mit Sport-Funktionären und zeigten sich jetzt von einer befangenen Seite. Welche Probleme bringt das mit sich? Das erklärt der Medienwissenschaftler Dietrich Leder. Die Deutschlandfunk-Sportchefin Astrid Rawohl berichtet, wie Sport-Verbände versuchen, Journalisten die besonders kritisch sind, auf Distanz zu halten.