Aufwaaaaacheeeen! Kaffeeduft, Schockalarm, Lichtdusche: Beim Wecken am Morgen hat jeder eine eigene Methode. Aber auch hier hilft ein bisschen Planung und Geduld.

Geweckt werden kann schön sein, oft ist es das aber nicht. Dabei haben wir es zumindest ein Stück weit selbst in der Hand wie wir das Wecken gestalten. Und mit ein bisschen Feinjustierung klappt es dann vielleicht besser mit dem Aufwachen.

1. Tipp: Sei ehrlich - welcher Typ bist du?

Der Schlafforscher Lennart Knaack empfiehlt, genau zu überlegen, ob wir eher Früh- oder Spättypen - sogenannte Lerchen oder Eulen - sind. Das heißt: Kommen wir morgens leicht aus dem Bett? Oder gehen wir abends spät ins Bett und kommen dann schlecht aus den Federn? Dementsprechend sollten wir Zeit fürs eigene Aufwachen einplanen. Ebenfalls wichtig ist es, daraus eine Routine zu entwickeln. Denn auch das kann der Körper sich ganz gut merken. 

Kleiner Anstupser

Wenn wir den Körper gut auf einen passenden Rhythmus einstellen, "dann funktioniert unsere körpereigene Schlaf-Wachregulation eigentlich so gut, dass wir mit einem kleinen Anstupser eigentlich morgens fit sein sollten", sagt der Schlafforscher. 

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

2. Tipp: Bloß nicht schocken

Einen möglichst penetranten, lauten und durchdringenden Weckton zu wählen, empfiehlt der Schlafforscher nicht. Ein klares Signal hilft zwar, ein echter Schock-Aufwachmoment bedeutet jedoch zu viel Stress. Ganz gut funktioniert hier Musik - die richtige Dosis zwischen sanften und aktivierenden Tönen müssen wir aber letztlich selbst erproben.

"Alles was mit Schreck arbeitet, das sollte man nicht machen. Das sorgt für unnötigen Stress und für eine Herzkreislaufbelastung."
Lennart Knaack, Schlafforscher

3. Tipp: Lass den REM-Schlaf in Ruhe

Haben wir feste Arbeitszeiten, ist klar, wann wir aufstehen müssen. Allerdings können wir das Wecken so legen, dass es nicht in den REM-Schlaf fällt. Diese Schlafphase ist relativ kurz und wechselt sich immer wieder mit Leichtschlafphasen ab. Beim REM-Schlaf träumen wir besonders intensiv. Werden wir aus dieser Traumphase herausgerissen, fühlen wir uns oft besonders gerädert.

"Deshalb kann es durchaus - auch wenn es paradox klingt - manchmal angenehmer sein, etwas früher aufzustehen. Oder eben, was auch allen einleuchtet, einen Tick später."
Lennart Knaack, Schlafforscher

Der Tipp des Schlafforschers lautet hier, auszuprobieren, wie wir uns fühlen, wenn wir den Wecker 15 Minuten vor oder zurück stellen. So können wir eine Leichtschlafphase abpassen. Da unser Schlaf etwas ungenauer als ein Schweizer Uhrwerk ist, müssen wir uns an das richitge Maß herantasten. Quasi eine Art Schlaf-Feinjustierung.

4. Tipp: Ruhig Blut

Wenn wir uns nach dem Weckerklingeln damit abgefunden haben, dass der Morgen beginnt, heißt es: Aufstehen. Allen, die Kreislaufprobleme haben, empfiehlt der Schlafforscher folgendes Vorgehen: Sich leicht zur Seite drehen, erstmal die Beine aus dem Bett baumeln lassen, sich aufrichten, strecken. Und dann eher ein Glas Wasser trinken, als direkt noch den ersten Kaffee im Pyjama runterzuspülen.

"Der Kaffee, den man morgens direkt trinkt, wirkt sowieso erst nach 30 Minuten. Das jetzt nicht die richtige Maßnahme. Nicht dass einem gleich wieder der ganze Kreislauf absackt und einem dann schwindelig wird."
Lennart Knaack, Schlafforscher
Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Mehr zum Thema: