Im Weißen Haus wird ein 5,6 Meter hoher der Weihnachtsbaum aufgestellt. Wir haben geschaut, was es sonst noch an Traditionen und Trends bei der Weihnachtsdeko in Zeiten der Energiekrise gibt.

Es ist eine Tradition: Seit 1889 wird jedes Jahr im Weißen Haus ein riesiger Weihnachtsbaum aufgestellt. Damit wird die festliche Jahreszeit gestartet. Diesmal handelt es sich um eine Weißtanne, die 5,6 Meter groß ist und per Pferdekutsche geliefert wurde.

Die Weihnachtstanne im Blue Room

Im Weißen Haus wird die Tanne im Blue Room stehen. Dort werden Abendessen oder kleine Empfänge gegeben. "Die Tanne wird seit den 1960er Jahren jedes Jahr von der der National Christmas Tree Association (NCTA) in einem Wettbewerb ausgesucht", berichtet Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Ilka Knigge. Die NCTA ist eine Art Weihnachtsbaum-Lobby.

In diesem Jahr kommt der Baum aus Pennsylvania. Die Baumzüchter-Familie Shealer konnte sich mit ihrer Tanne durchsetzen. Der Baum wird dem Weißen Haus gespendet.

Vor dem Weißen Haus in den USA wird der offizielle Weihnachtsbaum per Kutsche gebracht; die First Lady Jill Biden steht mit anderen vor der mächtigen Tanne (21.11.2022)
© IMAGO I UPI Photo
So sehen Gewinner aus: Der offizielle Weihnachtsbaum 2022 wird zum Weißen Haus geliefert.

Sobald die Tanne steht und der Weihnachtsschmuck hängt, präsentiert die First Lady den Baum der Öffentlichkeit.

Die üppige Weihnachtsdeko soll nicht allein verzaubern, sondern auch Menschen für ihre Leistungen ehren. 2021 gab es zum Beispiel ein Lebkuchendorf, in dem ein Krankenhaus stand, ein Supermarkt und eine Schule. Es ging um Orte, an denen in der Pandemie Menschen wichtige Arbeit leisteten.

Viel Rot, nicht so viel Grün

Eine Weißtanne mit fünf Metern Höhe passt natürlich nicht in jedes Wohnzimmer. Aber auch ein "normales" Zuhause lässt sich schön dekorieren. Ideen dazu liefern Weihnachtsdeko-Messen.

"Auf Weihnachtsdeko-Messen wird der skandinavische Stil angepriesen: Rot als dominante Farbe, etwas Grün und Naturmaterialien."
Ilka Knigge, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Auf diesen Messen wir aktuell der skandinavische Stil als Trend ausgerufen und damit viel Rot und viele Naturmaterialien.

Was trotz Energiekrise im Trend bleibt, sind leuchtende Wohnhäuser hier und da in Deutschland verteilt. Mit und ohne Rentieren im Vorgarten.

Ein weihnachtlich geschmücktes Wohnhaus in Delmenhorst mit rund 60.000 Lichtern, es ist Nacht und das Haus strahlt; Foto: dpa (24.11.2022)
© picture alliance/dpa | Hauke-Christian Dittrich
In Delmenhorst ist die Weihnachtssaison 2022 gestartet. Rund 60.000 Lichter leuchten auf dem Foto.

Aber kein Stress. Es geht natürlich auch ganz minimalistisch ohne viel Weihnachtsdeko und Weihnachtsbaum. "Zum Beispiel könnt ihr Christbaumkugeln als riesiges Mobile in Baumform von der Decke hängen lassen", sagt Ikla Knigge. "Das sieht cool aus und imitiert quasi die Baumform."

Oder ihr könnt euch aus Holzresten einen Baum bauen, den ihr sogar jedes Jahr aufs Neue nutzen könnt. Ebenso lassen sich Kakteen und Zimmerpflanzen schmücken. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – mit oder ohne hohe Wohnzimmerdecken.

  • Moderator:  Till Haase
  • Gesprächspartnerin:  Ilka Knigge, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin