Es ist Weihnachtszeit. Schön für uns, weniger schön für die Gänse. Denn die landen jetzt oft auf dem Teller. Falls ihr gerne Gans esst, haben wir ein paar Tipps für euch - nicht für die Gewürzmischung, sondern für den Kauf.

Ihr solltet darauf achten, dass die Gans aus tiergerechter Haltung kommt. Am ehesten ist das gewährleistet, wenn die Gans eine deutsche Gans ist beziehungsweise war.

Viele Gänse kommen aus Polen und Ungarn

Beim Einkauf im Supermarkt ist das nicht ganz einfach, denn vier von fünf Gänsen kommen aus Polen oder Ungarn, sagt Denise Schmidt, Kampagnenleiterin bei der Tierschutzstiftung Vier Pfoten Deutschland. Das Problem ist, dass in beiden Ländern zwei Praktiken erlaubt sind, die in Deutschland verboten sind. Nämlich, dass Gänse für Daunen lebend gerupft werden - und dass sie für Stopfleber zwangsweise gemästet werden.

Es gibt aber ein paar Tipps, damit ihr vielleicht etwas beruhigter die Gans verspeisen könnt.

Darauf könnt ihr achten:

  • Am besten Gänse aus Deutschland kaufen. Die leben in der Regel in Freilandhaltung.
  • Wollt ihr Gänse aus Polen oder Ungarn kaufen (und daher kommen die meisten Gänse in den deutschen Supermärkten), dann bietet Vier Pfoten eine Positivliste. Diese nennt Betriebe in Polen und Ungarn, die auf zwei Praktiken verzichten: Zwangsmast der Gänse für die Stopfleberproduktion und Lebendrupf für Daunen. In der Liste findet ihr die sogenannte EWG-Nummer des Betriebes, die auch auf der Gänseverpackung steht.
  • Ihr könnt auch auf das Bio-Siegel achten. Dann seid ihr sicher, dass die Tiere mehr Platz und Tageslicht hatten. Außerdem Zugang zu Wasser. Bei der konventionellen Haltung ist das nicht üblich.
  • Wollt ihr im Restaurant Gans essen, dann fragt ruhig nach, woher die Gans kommt. Restaurants müssen das in der Karte nicht offen legen.

Am tierfreundlichsten ist natürlich die vegetarische Menüvariante.