Papiergrößen, Türbreiten und wie viel Gewicht euer Klo aushalten muss: Am heutigen Weltnormentag feiern wir, dass alles seine Ordnung hat.

Normen gibt es auf der ganzen Welt und viele davon kommen - wie sollte es anders sein - aus Deutschland. Allein 33.000 Normen kommen aus dem Deutschen Institut für Normierung in Berlin, ein gemeinnütziger Verein, der seit 1922 an der Vereinheitlichung der Welt arbeitet. Findet ihr spießig? DRadio-Wissen-Autor Sebastian Sonntag findet's nützlich.

"Normen sorgen dafür, dass du dein Handy auch in den USA benutzen kannst und auf der ganzen Welt der Tankstutzen in dein Auto passt."
DRadio-Wissen-Autor Sebastian Sonntag findet Normen super

Denn: Normen machen das Leben leichter, sagt Sebastian: Sie sorgen dafür, dass ein Brief, den ihr in Afrika auf DIN A4-Papier nach zwei Mal Falten in einen DIN C6-Umschlag passt und dass ihr euch auf euer Klo stellen könnt, um eine neue Glühbirne in die Badlampe zu schrauben - das muss nämlich laut Norm 400 Kilogramm Gewicht aushalten.

Auf die Plätze, fertig, Norm!

Auch die Wirtschaft freut sich über Normen: Allein deutsche Unternehmen sparen nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Normierung jedes Jahr 17 Milliarden Euro durch Normen - die Pflicht, sich an sie zu halten, haben sie aber nicht. Deswegen passen Apple-Ladegeräte nur in iPhones - während die Ladegeräte aller anderen Handys mittlerweile derselben Norm entsprechen.

Aber Sebastian gibt zu - es gibt auch einige Normen, die etwas kurios anmuten: Laut EU-Norm muss Honig zum Beispiel eine bestimmte Strom-Leitfähigkeit besitzen und ein Kondom Platz haben für fünf Liter Flüssigkeit.

P.S.: Neue Normen beim Deutschen Institut für Normierung beantragen kann übrigens jeder.