Fast ein Jahrzehnt war die Sonde "New Horizons" im All unterwegs, um jetzt ganz dicht an Pluto, dem ehemals äußersten Planeten des Sonnensystems, vorbeizufliegen.

Als die Sonde 2006 auf die Reise geschickt wurde, galt Pluto noch als der äußerste Planet unseres Sonnensystems. "New Horizons" sollte den noch unbekannten Planeten erforschen. Kurz danach wurde Pluto zum Zwergplaneten degradiert. Dennoch ist die Entdeckungsreise der Sonde eine erstaunliche Leistung. Die Wissenschaftler hatten bei Abflug nicht nur den Tag, sondern bis auf die Minute genau den Vorbeiflug festgelegt. Und zwar sollte "New Horizons" genau dann den Zwergplaneten passieren, wenn er von seinem größten Mond Charon angestrahlt wird. Die Wissenschaftler versprechen sich davon eine bessere Fotoqualität der Bilder, die die Sonde zur Erde schickt. Die ersten beeindruckenden Bilder des Pluto kamen schon vor ein paar Tagen an, als die Sonde noch in weiter Ferne war.

"New Horizon" schießt mit 50.000 Kilometern pro Stunde durchs All und hat sich bis auf 12.500 Kilometer an Pluto herangewagt. Bis dahin hat sie fünf Milliarden Kilometer seit Start zurückgelegt. Die zierliche Sonde mit der Größe eines Klaviers soll den Zwergplaneten nicht nur fotografieren, sondern auch vermessen und erforschen. Aufgrund ihrer Daten wissen wir jetzt, dass Pluto 90 Kilometer größer ist als ursprünglich gedacht. Dennoch bleibt er ein Zwerg: Mit 2370 Kilometer Durchmesser ist er gerade mal ein Fünftel so groß wie die Erde. Weitere Daten zu Atmosphäre und Oberflächenbeschaffenheit wird die Sonde in den kommenden Monaten zur Erde funken.

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